Overwiening: Spahn eiert nur rum

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Berlin - Dritte Amtszeit: Gabriele Regina Overwiening ist als Präsidentin der Apothekerkammer Westfalen-Lippe (AKWL) wiedergewählt worden. Die 57-jährige Apothekenleiterin aus Horstmar bekleidet dieses Amt seit September 2009. Sie wurde mit 79 von 89 Stimmen wiedergewählt. Als Vizepräsident bestätigten die Delegierten des Apothekerparlamentes Frank Dieckerhoff aus Dortmund, der dieses Amt seit November 2017 innehat. Der 55-jährige Apothekenleiter erhielt 80 Stimmen.

„Ich freue mich sehr über diesen großen Vertrauensvorschuss. Er ist zugleich Ansporn für mich, die Berufspolitik für die mittlerweile fast 8000 Apothekerinnen und Apotheker in Westfalen-Lippe fünf weitere Jahre mit einem sehr gut eingespielten und hochmotivierten Vorstandsteam gestalten zu dürfen“, so Overwiening. „Die Apotheken in Westfalen-Lippe stehen für eine qualitativ hochwertige und unabhängige Beratung und Betreuung ihrer Kunden. Wir sind ein unverzichtbarer Teil des Gesundheitswesens. Dies müssen wir gerade in Zeiten, in denen wir immer stärker zum Spielball politischer Ränkespiele und des Einflusses von Konzerninteressen auf das Gesundheitswesen werden, deutlich machen.“

Die Kammerpräsidentin brachte im Rahmen der konstituierenden Sitzung die Erwartungshaltung der Apotheker auf den Punkt: „Wir hören oft und gerne, wie wichtig der Politik die wohnortnahe Versorgung durch die Apotheke ist.“ Den Sonntagsreden müssten aber endlich auch Taten folgen. „Wenn es zum Schwur kommt, eiern viele Mandatsträger leider herum – bis zum Bundesgesundheitsminister: Jens Spahn hat ein Gesetz auf den Weg gebracht, das sich zwar Apothekenstärkungsgesetz nennt. Leider enthält das Gesetz viele Elemente, die zum exakten Gegenteil führen werden.“

Overwiening sieht sich hier ganz auf der Linie von Landesgesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU): „Wer die wohnortnahen Versorger, den Mittelständler und die Arbeitsplätze in der Region erhalten will, der darf nicht zuvorderst die Interessen ausländischer Großkonzerne bedienen.“

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