Overwiening will Abda-Präsidentin werden

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Berlin - Gabriele Regina Overwiening will ab 2021 die ABDA führen. Die Präsidentin der Apothekerkammer Westfalen-Lippe (AKWL) hat am Montag in Berlin angekündigt, die Nachfolge von ABDA-Präsident Friedemann Schmidt antreten zu wollen.

Die erste Kandidatin ist ins Rennen eingestiegen: Overwiening hat am Montag angekündigt, ab 2021 Schmidts Nachfolgerin als ABDA-Präsidentin werden zu wollen. Sie wäre die erste Frau im Amt. Sie befinde sich „seit einigen Wochen in einem sehr intensiven Prozess“, an dessen Ende sie sich entschlossen habe, für das Amt zu kandidieren. Auch aus dem Vorstand der Kammer habe sie sehr viel Rückenwind.

Hauptaufgabe sehe sie darin, die Apothekerschaft zusammenzuführen und für die politischen Fragen der Zeit aufzustellen. Sie wolle, „dass wir vieles fortführen von dem, was angefangen worden ist. Ich bin bereit, dafür mein Gesicht zu zeigen und meine Stimme zu erheben“, so Overwiening am Nachmittag in Berlin. Dabei müsse die Apothekerschaft ihre Unverzichtbarkeit weiter in den Vordergrund stellen. Die aktuelle Corona-Krise zeige einmal mehr die Bedeutung der Apothekerschaft: „Ich behaupte, ohne uns in der Fläche würde das gesamte Gesundheitssystem jetzt schon flachliegen“, so Overwiening. „Für mich ist das Wichtigste, dass Apothekerinnen und Apotheker auf Augenhöhe mit anderen Heilberuflern auf Augenhöhe gesehen werden.“

Mit Blick auf das Apothekenstärkungsgesetz (VOASG) sehe sie insbesondere die Etablierung pharmazeutischer Dienstleistungen als besonders wichtig an. Die Standesvertretung müsse auf die Einführung strukturiert vergüteter Dienstleistungen hinarbeiten, darin liege die Zukunft des Berufsstands. „Diese ganze Mär von Selektivverträgen und was da durch die Medien wabert, ist unerträglich“, so Overwiening.

Ob sie sich gegen andere Bewerber durchsetzen muss – und falls ja, gegen wen und wie viele – wisse sie selbst nicht, auch weil sie es in bisherigen Gesprächen nie erfragt habe. Es sei ihr aber wichtig, dass das dann kollegial und nicht konfrontativ abläuft. „Ich werde ganz sicher nicht gegen jemanden kämpfen, aber ich werde für meine Ansichten kämpfen.“ In den kommenden neun Monaten bis zur Wahl des neuen ABDA-Präsidenten werde sie versuchen, in den 17 Landesverbänden und 16 übrigen Kammern vorzusprechen und ihre Ansichten vorzustellen – wenn man sie denn lässt. Sie wolle sich nicht selbst einladen, sondern nur mit Zustimmung der jeweiligen Präsidenten oder Vorsitzenden auftreten.

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