Becker macht Schluss mit DAV-Vorsitz

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Berlin - An der Spitze der Abda vollzieht sich zum Jahresende der erwartete Generationswechsel. Nach Abda-Präsident Friedmann Schmidt und BAK-Präsident Dr. Andreas Kiefer wird auch der Vorsitzende des Deutschen Apothekerverbands (DAV), Fritz Becker, nicht erneut für das Spitzenamt im DAV kandidieren. Offen bleibt vorerst die Nachfolge von Becker. Hans-Peter Hubmann, Vorsitzender des Bayerischen Apothekerverbandes, der als Nachfolger gehandelt wird, sagte zu seinen Ambitionen nur: „Derzeit kein Kommentar.“  

Mit dem Rückzug von Becker stehen in der Mitgliederversammlung Ende November/Anfang Dezember wichtige Wahlen an: Um den Abda-Präsidentenstuhl bewirbt sich Gabriele Regina Overwiening, Präsidentin der Apothekerkammer Westfalen-Lippe. Sie hatte bereits im März ihre Kandidatur angekündigt. Nach dem Rückzug von Kiefer hatte in der vergangenen Woche bereits Thomas Benkert, Präsident der Bayerischen Landesapothekerkammer, seine Kandidatur als BAK-Präsident angekündigt. Als Kandidat für den DAV-Vorsitz gilt neben Hubmann auch Thomas Dittrich, Chef des Landesapothekerverbandes Sachsen. Dietrich und Hubmann gehören neben Stefan Fink (Thüringen) und Berend Groeneveld (Niedersachsen) bereits dem 5-köpfigen geschäftsführenden Vorstand des DAV an.

Gegenüber der PZ begründete Becker seinen Rückzug: „Nach zwölf Jahren an der Spitze des DAV werde ich nicht erneut für das Amt des Vorsitzenden kandidieren. Ich will mich in der kommenden Zeit wieder vermehrt um meine Apotheken, meine Familie und auch meine Hobbys kümmern. Auch aus der Funktion des Vorsitzenden des Landesapothekerverbands Baden-Württemberg werde ich mich in geraumer Zeit zurückziehen. Mein Amt im Aufsichtsrat der Apobank werde ich vorerst behalten.“ Gerade die Coronakrise habe ihm erneut gezeigt, wie toll die Arbeit in der Apotheke vor Ort sei und wie richtig die Entscheidung gewesen sei, selbstständiger Apotheker zu werden. Becker zur PZ: „Inhaltlich ist es mir sehr wichtig, dass ich das Apotheken-Stärkungsgesetz für die Apotheker in Deutschland noch bis zu einem Beschluss im Bundestag – der hoffentlich bald erfolgt – betreue. Aber nach zwölf Jahren ist es mit 69 Jahren auch sicherlich an der Zeit, Schluss zu machen und an andere zu übergeben.“

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