Homeoffice hat seine Grenzen

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Berlin - Möglichst wenig soziale Kontakte zu Mitmenschen, empfiehlt die Kanzlerin. Möglichst von zu Hause aus arbeiten. Das ist vernünftig, um die Ausbreitung des Coronavirus zu vermeiden. Doch während Schulen schließen und wir uns dem gesamtgesellschaftlichen Shutdown nähern, bleiben die Teams in den Apotheken auf dem Posten. Dafür gibt es heute einfach mal eine digitale Umarmung.

Die Redaktion von APOTHEKE ADHOC ist jetzt geschlossen ins Homeoffice gegangen, jeder bei sich, versteht sich. Wir treffen uns nur im Video-Chat mehrmals täglich zur Redaktionskonferenz oder auf ein digitales Feierabendbier am Bildschirm, damit der Büroschnack nicht gänzlich verloren geht. Das ist aufgrund der technischen Möglichkeiten ohne größere Einschränkungen möglich.

Das ist auch deshalb gut, weil ab nächster Woche auch in Berlin die Schulen zu bleiben. Und da Journalisten entgegen ihrer Selbstwahrnehmung nicht zu den systemrelevanten Berufen zählen, können wir unsere Kinder auf den Schoß nehmen und einhändig über Corona schreiben. Nicht bequem, aber machbar.

Desinfektionsmittel lassen sich im Home-Office nicht oder jedenfalls nicht lege artis herstellen. Und Patienten versorgen geht schon gar nicht. Zwar gibt es auch hier mittlerweile Videosprechstunden für Ärzte und Apotheker, aber ganz ohne soziale Kontakte geht Gesundheitsversorgung eben nicht. Offenbar leider auch nicht ohne asoziale Kontakte – wenn man die Geschichten von rücksichtlos pöbelnden Kunden hört oder solchen, die in ihrer Angst zumindest sehr egozentrisch werden.

Die Apotheken fangen das auf, teilweise geschützt hinter Plexiglas wegen der letzten noch immer nicht Niesetikettierten. Teilweise sogar geschützt mit Masken, weil sie zuvor Kontakt zu einem Infizierten hatten, aber zu wichtig für eine prophylaktische Quarantäne sind. Sie haben Desinfektionsmittel hergestellt, noch bevor ihre pomadige Standesvertretung ihnen endlich mehr als den erhobenen Zeigefinger zu bieten hatte.

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