Spezifikationen zum eRezept

BtM, T-Rezepte, Heil- und Hilfsmittel: Gematik will eRezept für alles Tobias Lau, 25.05.2020 10:03 Uhr

Berlin - Die Gematik geht davon aus, zukünftig auch weitere Verordnungsformen wie Betäubungsmittel-, Heil- oder Hilfsmittelrezepte als elektronische Verordnungen zu übermitteln. Das geht aus dem Entwurf für die Spezifikationen des eRezepts hervor. In Zukunft lasse sich so eine erhebliche Zeitersparnis bei Verordnung und Abgabe umsetzen. Auch für die Versicherten soll das eRezept Vereinfachungen mit sich bringen: So könnte auch eine Abfrage von Warenbeständen von Apotheken in die Endnutzersysteme integriert werden.

Der Countdown läuft: Schon bevor das eRezept ab 2022 zur Pflicht werden soll, soll es sich nach dem Willen vieler Akteure im Gesundheitswesen flächendeckend etablieren. Einer der wichtigsten Meilensteine auf diesem Weg ist der 30. Juni. An dem Tag will die Gematik nämlich ihre endgültigen Spezifikationen für das eRezept veröffentlichen, also die technischen und operativen Spielregeln, unter denen elektronische Verordnungen künftig ablaufen sollen. Für die Anbieter ist das entscheidend, schließlich müssen sie sich an diese Regeln halten, um ihre Angebote am Markt platzieren zu können.

Die Spezifikationen bestehen auf über einhundert Seiten größtenteils aus grundlegenden Definitionen – was ist ein Arzt, was ein Apotheker? – und viel technischem Klein-Klein, gewähren aber einen Einblick in die zukünftigen Abläufe in den Apotheken und die zukünftigen Anwendungsfelder, die die Gematik beim eRezept sieht.

In vielen Fällen wird sich wohl für die Apotheken erst einmal gar nicht so viel ändern: Patienten haben nämlich das Anrecht, sich einen sogenannten Token ausdrucken zu lassen. Der ist sozusagen der Schlüssel zum eRezept. „Der eRezept-Token realisiert ein Besitzmodell, das heißt wer im Besitz des eRezept-Tokens und damit des AccessCodes ist, kann damit die Dispensierung in einer Apotheke veranlassen“, beschreibt die Gematik das Konzept. Denn das eigentliche eRezept kriegt der Patient gar nicht zu Gesicht: Es liegt auf einem von drei zentralen Servern der Gematik. Der Patient erhält lediglich diesen sogenannten Token, der aus einem Zugangscode und zusätzlichen Meta-Informationen wie der Rezept-ID besteht.

APOTHEKE ADHOC Debatte

Mehr zum Thema

Weiteres
Coronavirus

Phase-IIb/III-Studie schreitet voran

Abivax behandelt ersten Patienten mit ABX464»

Virus im Herzgewebe nachgewiesen

Sars-CoV-2 befällt auch das Herz»

Kaum Antikörper vorhanden

Sars-CoV-2: Wo bleibt die Herdenimmunität?»
Markt

Natürlich und biologisch

Nuxe launcht Bio-Serie»

Anti-Age-Pflege

Falten ade dank 3D-Technologie»

Bundesverwaltungsgericht

Kein Rx-Bonus in deutschen Apotheken – noch nicht»
Politik

Einigung zu Botendienstpauschale

250 Euro: Ab September wird ausgezahlt»

Registrierkassengesetz

TSE-Module: Länder erlassen Fristverlängerung»

500.000 Tests in einer Woche

Spahn: Ausweitung von Corona-Tests zeigt Wirkung»
Internationales

Walgreens Boots Alliance

Wegen Corona: Pessina streicht 4000 Stellen»

Österreich

Wirkstoffverordnung: Hersteller gegen Gesundheitsminister»

Gesundheitsausschuss stimmt für Festpreise

Schweiz: Apotheker sollen nur noch das Billigste abgeben»
Pharmazie

THC-Extrakt wird DAB-konform

Tilray stellt auf MCT um»

Rückruf

Braun: Auffälliger Geruch bei NaCl»

Therapieabbrüche

Antiepileptika: Bessere Compliance unter neuen Wirkstoffen?»
Panorama

Achtsamkeit, Ernährung und Kritik

Die MenoBitch: Apothekerin startet Podcast»

Skurriles Gewinnspiel

Inko-Albtraum auf der Fußball-Grillparty»

Heilmittelwerberecht

PKV darf nicht für Tele-Ärzte werben»
Apothekenpraxis

ApoRetrO – Der satirische Wochenrückblick

Diskriminierungsverbot: Apotheken dürfen nicht mehr beraten»

Sauerland

Nachfolgerin gesucht: Apotheke lieber verschenken als ausräumen»

Apothekenplattformen

Phoenix/Pro AvO: Noweda entspannt, Hartmann elektrisiert»
PTA Live

Zwei Betroffene erzählen ihre Geschichte

PTA und chronisch krank»

Mehreinwaage nicht vergessen

Ringversuch: Hydrocortison-Kapseln»

PTA gibt QMS-Seminare

QMS soll „schaffbar“ sein»
Erkältungs-Tipps

Immunsystem stärken, Hygiene beachten

Fünf Tipps zur Erkältungsvorbeugung»

Verbreitung von Krankheitserregern

Tipps zur Vermeidung von Schmier- und Tröpfcheninfektionen»

Maßnahmen zur Vorbeugung und Behandlung

Infekte in der warmen Jahreszeit»
Magen-Darm & Co.

Pflanzlich oder Probiotisch

Fresh-Up: Reizdarmsyndrom»

Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen

Colitis ulcerosa: Wenn der Dickdarm erkrankt»

Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen

Morbus Crohn: Schubweises Leiden»
Kinderwunsch, Schwangerschaft & Stillzeit

Bildergalerie

Schwangerschaftsmythen: Fakt oder Falsch?»

Bluthochdruck, Diabetes & Co.

Chronische Erkrankungen in der Schwangerschaft»

Engmaschige Vorsorgemöglichkeiten

Risikoschwangerschaft: Von Fruchtwasseruntersuchung und iGeL»
Medizinisches Cannabis

Interview mit Michael Becker

Cannabis-Prüftipps vom Pharmazierat»

Teil 2: Belieferung & Dokumentation

How to: Cannabisrezept»

Cannabispreisverordnung

Tilray: „Auch wir haben auf die Änderungen reagiert“»
HAUTsache gesund und schön

Isotretinoin, MTX & Co.

Hautpflege bei bestimmter Medikation»

Neue Kosmetikkonzepte

Hygiene in die Pflegeroutine integrieren»

Sommerzeit = Sonnenbrandzeit

Sonnenschutz: Mindestens LSF 30»