Digitalisierung

Bertelsmann-Stiftung fordert „Digital-Agentur“ Tobias Lau, 05.02.2019 14:42 Uhr

Berlin - Wie steht Deutschland bei der Digitalisierung des Gesundheitswesens im europäischen Vergleich da? Die Antwort ist ernüchternd. Eine Studie im Auftrag der Bertelsmann-Stiftung zeigt: Worüber hier immer noch gestritten wird, macht man in anderen Ländern schon seit Jahren. Sie gibt aber auch relativ klare Handlungsempfehlungen, um Wege aus der Misere zu finden. Wie das geht, diskutieren Experten und Branchenkenner auch am 20. und 21. März wieder bei der Digitalkonferenz VISION.A von APOTHEKE ADHOC.

Viel ist die Rede von „Kerneuropa“ und dem „Europa der zwei Geschwindigkeiten“, wenn es um die europäische Integration geht. Blickt man auf die Digitalisierung des Gesundheitswesens, passt das Bild mit umgekehrtem Vorzeichen: Da zieht sich ein geschlossener Block durch die Mitte des Kontinents. Es sind Frankreich, die Schweiz, Deutschland und Polen – die letzten vier Plätze im Ranking von 17 EU- und OECD-Staaten, das die Bonner Forschungsgesellschaft Empirica Ende letzten Jahres erhoben hat. Die Peripherie ist hier offensichtlich fähiger als die Mitte des Kontinents.

In der Studie wurde analysiert, wie aktiv die Gesundheitspolitik in diesen Ländern bei der Digitalisierung handelt – welche Strategien werden verfolgt, welche technischen Voraussetzungen liegen vor und wie werden neue Technologien genutzt? Resultat: „Bei der Digitalisierung im Gesundheitswesen hinkt Deutschland deutlich hinterher“, so das unmissverständliche Urteil der Bertelsmann-Stiftung – Platz 16 von 17, nur in Polen sieht es noch schlechter aus.

Die Untersuchung zeigt auch: Technologien, über die man hierzulande seit Jahren debattiert, werden anderswo längst angewendet. „Während Deutschland noch Informationen auf Papier austauscht und an den Grundlagen der digitalen Vernetzung arbeitet, gehen andere Länder schon die nächsten Schritte“, kritisiert Thomas Kostera, Studienleiter bei der Bertelsmann-Stiftung. So sind in den Ländern, die am besten abschneiden – Estland, Kanada, Dänemark, Israel und Spanien – digitale Technologien bereits Alltag in Praxen und Kliniken. Das eRezept gibt es dort schon seit Jahren, digitale Patientenakten und Medikationspläne, auf die Ärzte und Kliniken direkt zugreifen können, ebenfalls.

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