Obeticholsäure: Erste Therapie gegen Fettleber-Hepatitis in Sicht

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Berlin - Bei der Fettleber-Hepatitis, medizinisch auch als nicht-alkoholische Steatohepatitis (NASH) bezeichnet, handelt es sich um eine chronische Erkrankung der Leber. Experten vermuten, dass die Anzahl der Betroffenen in den nächsten Jahren weiter ansteigen wird, eine medizinische Behandlungsmöglichkeit gibt es bisher nicht. Das könnte sich bald ändern: In einer Phase-III-Studie konnte Obeticholsäure positive Ergebnisse erzielen, es gibt jedoch auch Kritikpunkte.

Bei Obeticholsäure handelt es sich um ein synthetisches Analogon der Gallensäure Chenodesoxycholsäure. Sie wirkt als selektiver Agonist am Farnesoid-X-Rezeptor, welcher das Gleichgewicht der Gallensäuren reguliert. Bei einem Überschuss wird er aktiviert, um den Abbau zu verstärken und die Synthese zu verlangsamen. Außerdem hat er Einfluss auf den Glukose- und Lipidmetabolismus, sowie Entzündungsprozesse.

Durch verschiedene Lebensgewohnheiten kann es zu einer sogenannten „Fettleber“ kommen: Übergewicht, Alkohol, Medikamente oder Diabetes können wesentliche Risikofaktoren darstellen. Es kommt schließlich zu einer vermehrten Fettanlagerung in den Leberzellen. Meist ist eine Fettleber nicht gefährlich, entzündet sie sich jedoch, kann es zu Komplikationen kommen. Man unterscheidet bei diesen Entzündungen die durch Alkohol bedingte alkoholische Steatohepatitis (ASH) und die durch andere Ursachen ausgelöste nicht-alkoholische Steatohepatitis (NASH). Beide Entzündungen können langfristig zu einer Zirrhose führen. Eine NASH erhöht zudem das Risiko von Herz-Kreislauferkrankungen.

Typische Symptome einer solchen Entzündung sind Druckgefühl im rechten Oberbauch, Müdigkeit und Konzentrationsstörungen. Bei einer Blutuntersuchung zeigen sich zudem erhöhte Leberwerte. Bisher kann die Erkrankung nicht medikamentös behandelt werden: Es wird versucht die Ursache zu ermitteln und diese auszuschalten. Im Idealfall kann sich die Leber so wieder regenerieren. Gewichtsreduktion und Alkoholabstinenz tragen einen wesentlichen Teil zur Genesung bei. Bald könnte es jedoch eine erste medikamentöse Behandlungsoption geben.

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