Von der Apotheke in die Sterne-Gastronomie

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Berlin - Die Wuppertaler Apothekerfamilie Jagla stellt seit Jahrzehnten exquisite Kräuterbitter in Handarbeit her und gibt die gut gehüteten Rezepturen von Generation zu Generation weiter. Mittlerweile ist Apothekerin Dr. Christina Jagla – als Geschäftsführerin von Dr. Jaglas – mit Manufaktur, Weiterentwicklung und Vertrieb beschäftigt und sorgt dafür, dass man auch außerhalb des Bergischen Landes in den Genuss dieser besonderen Kräuterbitter kommt. 

Erlesene Bitterkräuter und feine Essenzen wie Enzianwurzel, Tausendgüldenkraut, Kardamom, Ingwerwurzel, Zitwerwurzel, Chinarinde, Pomeranzenschalen, Wacholderbeeren, Campher, Lavendel, Zimtrinde, Citronell, Baldrianwurzel, Angelikawurzel, Nelken, Galgantwurzelstock und ein Hauch von Safran: Das ist alles, was man über die geheime Rezeptur des Artischocken-Elixiers, deren Ursprung in der „Pharmacopoea Germanica“, dem alten Deutschen Arzneibuch, liegt, erfährt. Wie ein Schatz hütet die Familie seit Generationen die genaue Rezeptur.

In vierter Generation stellt die Apothekerfamilie Jagla nach einer mittelalterlichen Klosterapotheken-Rezeptur – in Handarbeit – ihre Kräuterbitter her. „Bereits mein Urgroßvater, Max Jagla, bewirtete damit Freunde und Familie in seinem schlesischen Kolonialwarenladen. Die Männer unserer Familie haben also schon seit Jahrzehnten hochwertige Digestife hergestellt“, erzählt Dr. Christina Jagla, die ebenfalls Pharmazeutin ist.

Ihr Vater und Apotheker Helmut W. Jagla ergänzte Ende der 1960er Jahre den traditionellen Kräuterbitter um markante Artischocken-Blätter. Das Artischocken-Elixier war geboren. Sorgsam sei die althergebrachte Kräuterbitter-Rezeptur von Generation zu Generation überliefert und geschmacklich verfeinert worden. „In meiner Generation setze ich eigene Impulse, etwa eine Note Safran und die Abwandlung des Artischocken-Elixiers zu unserem zweiten Produkt, dem Golfers Ginseng-Elixier“, sagt die Pharmazeutin.

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