Skeptiker nominieren Apothekerkammern

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Berlin - Der Negativpreis „Das goldene Brett“ wird auch in diesem Jahr an Personen oder Institutionen für den größten „unwissenschaftlichen Unsinn“ des Jahres verliehen. Hinter dem Preis steht das Netzwerk GWUP (Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften – kurz „Die Skeptiker“), das seit einiger Zeit insbesondere gegen die Homöopathie mobil macht. Nominiert sind unter anderem die Ärzte- und Apothekerkammern, Techniker Krankenkasse (TK) sowie die Plusminus-Redaktion des ARD.

„Das goldene Brett“ als Preis für antiwissenschaftliche Aussagen wird in diesem Jahr zum siebten Mal verliehen. Die Preisträger werden nach sechs Kriterien ausgewählt: Grad der Abwegigkeit, Kritikresistenz, kommerzielles Interesse, Aktionsradius, Pseudowissenschaft und Gefahrenpotenzial.

Nominiert für den Negativpreis sind unter anderem die Ärzte- und Apothekerkammern: „Weil sie, obwohl sie in ihren Bereichen Medizin und Pharmazie eigentlich die Wissenschaftlichkeit propagieren, in unsäglicher kongenialer Komplizenschaft eine antiwissenschaftliche Agenda, zum Beispiel Homöopathie, betreiben und fördern“, begründen die Initiatoren auf der Website.

Ins Rennen geschickt werden weiterhin im Zusammenhang mit der Debatte um Methadon gegen Krebs die Forscherin Dr. Claudia Friesen und die Plusminus-Redaktion (ARD). Begründung: „Dafür, dass sie mit der Hoffnung hunderttausender schwerkranker Menschen spielten, um sich zu profilieren und mit Verschwörungstheorien Quote zu machen.“ Das Forscherteam um Friesen am Universitätsklinikum Ulm hatte anhand von In-vitro- sowie Tierversuchen gezeigt, dass Methadon den Zelltod von Leukämiezellen auslösen kann. Vor etwa drei Jahren fand die Arbeitsgruppe dann heraus, dass Methadon die Chemotherapie bei bösartigen Hirntumoren, den Glioblastomen, unterstützen kann und als Booster eingesetzt werden könnte.

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