Homöopathen ohne Grenzen

Mit Globuli ins Krisengebiet Julia Pradel, 27.06.2013 15:11 Uhr

Berlin - Grenzüberschreitende Hilfsangebote – das bieten nicht nur Ärzte und Apotheker, sondern auch Homöopathen: Seit 15 Jahren gibt es in Deutschland die Homöopathen ohne Grenzen (HOG). Der Verein hat es sich zum Ziel gesetzt, in Krisenregionen und Entwicklungsländern humanitäre Hilfe zu leisten und Homöopathen auszubilden.

Die Geschichte des Vereins begann im Bosnienkrieg, als 1993 die „Alte Brücke“ in Mostar zerstört wurde. Die Brücke galt Vielen als symbolische Verbindung zwischen Ost und West, Christentum und Islam. Damals war die heute HOG-Vorsitzende Elisabeth von Wedel vor Ort und überlegte, wie man helfen kann. Sie startete eine Zeitungsannonce und suchte andere Homöopathen, die sich an einem Projekt in Mostar beteiligen würden. 1996 eröffnete sie gemeinsam eine provisorische Praxis, um traumatisierten Menschen zu helfen, die Schrecken und Verletzungen des Kriegs zu verarbeiten.

Aus diesem Projekt entstand 1998 der Verein HOG, der inzwischen mehr als 250 Mitglieder hat und in zwölf Ländern aktiv war oder ist. „Unser Ziel ist es, uns entbehrlich zu machen“, erklärt Jutta Laurentius, die seit 2004 Mitglied bei den HOG ist und inzwischen im Vorstand arbeitet. Neben der Krisenintervention ist deshalb die Schulung von Homöopathen die Hauptaufgabe der HOG: Dafür wird in den Ländern meist zuerst eine Lehrpraxis gegründet, um medizinisches Personal oder auch Heiler in der Homöopathie auszubilden.

Besonders erfolgreich funktioniert das in Bolivien: Dort wurde 2009 in La Paz mit der Ausbildung begonnen. Die ersten Schüler haben ihre Ausbildung erfolgreich abgeschlossen und werden nun zu Lehrern weitergebildet. In einer zweiten Lehrpraxis im 360 Kilometer entfernten San Borja üben sich die ersten Absolventen bereits selbst als Ausbilder. Arbeiten die Schulen schließlich vollkommen selbstständig, ist das Projekt für die HOG erfolgreich abgeschlossen – wie zum Beispiel in Mostar.

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