Homöopathie

BKK erstattet Globuli ohne Beratung

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Berlin -

An der Homöopathie scheiden sich die Geister. Für neuen Auftrieb der Diskussion um Globuli & Co. dürfte jetzt die Entscheidung der BKK Melitta Plus sorgen, aus dem Homöopathievertrag mit den Ärzten auszusteigen. Die Kasse erstattet ihren Versicherten zwar weiterhin homöopathische Arzneimittel, will die Ärzte aber für homöopathsiche Beratung nicht mehr extra honorieren.

Man habe den Homöopathievertrag zum Jahresende gekündigt, weil die „wesentlichen Ziele“ nicht erreicht wurden, teilte die Kasse zur Begründung mit. Die Behandlung der Versicherten sollte eigentlich qualitativ verbessert und die Wirtschaftlichkeit der ärztlichen Versorgung erhöht werden. Zu Details wollte ein Sprecher keine Angaben machen. Die BKK-Versicherten hätten die Homöopathie nicht als einen „ganzheitlichen Therapieansatz“ wahrgenommen und genutzt.

Die Versicherten seien ohnedies überwiegend von Hausärzten oder Allgemeinmedizinern mit der Zusatzbezeichnung Homöopathie oder dem Homöopathie-Diplom des Deuschen Zentralvereins für homöopatische Ärzte (DZVhÄ) betreut worden und könnten sich weiterhin dort behandeln lassen, rechtfertigt die Kasse die Kündigung. „Lediglich die zusätzlichen Kosten der homöopathischen Behandlung werden durch die BKK Melitta Plus nicht mehr übernommen“, so die Kasse. Auf die „reguläre“ ärztliche Behandlung habe diese Vertragskündigung daher keinen Einfluss.

Die BKK will ihren Versicherten zudem apothekenpflichtige alternative Arzneimitteln bis zu maximal 100 Euro pro Kalenderjahr erstatten: „Es handelt sich hierbei um eine BKK-Satzungsleistung.“ Allerdings könnte sich auch dies demnächst ändern: „Hierzu erfolgt jedoch aktuell eine Bewertung, die noch nicht abgeschlossen ist.“

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