TK startet Telemedizin für Corona-Patienten

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Berlin - Die Techniker Krankenkasse (TK) bietet Versicherten mit Corona-Infektion oder Corona-Verdacht ab Dienstag eine ärztliche Fernbehandlung an. Alle TK-Versicherten mit entsprechenden Symptomen können sich an sieben Tagen die Woche rund um die Uhr unter telefonisch beraten lassen. Bei Bedarf können die Versicherten sich in einem separaten Angebot, der TK-Onlinesprechstunde, behandeln, Medikamente verordnen und eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (AU) ausstellen lassen. Für den direkten E-Rezept-Anschluss an die Apotheken kooperiert die TK mit Noventi. „Wir als Noventi holen den Umsatz vom Versandhandel im Ausland zu den deutschen Apotheken vor Ort“, verspricht der Vorstandsvorsitzende Dr. Hermann Sommer.

Bei der TK-Onlinesprechstunde behandeln die Ärzte die Versicherten über die TK-Doc-App per Videotelefonie. Bei Arzneimittelverordnungen können die Versicherten zwischen einem klassischen Papierrezept und einem elektronischen Rezept wählen. Der Versicherte erhält dazu einen QR-Code auf sein Smartphone, den er direkt an Apotheken weiterleiten kann. Durch den Botendienst ist auch eine Lieferung nach Hause inklusive einer kontaktlosen Übergabe des Arzneimittels möglich. Die TK bietet ihren Versicherten bei Bedarf mit einer speziellen Hotline, wenn sie eine Apotheke mit Botendienst suchen, bei der sie auch digitale Rezepte einlösen können.

„Wir haben im vergangenen Jahr hervorragende Erfahrungen mit dem elektronischen Rezept gemacht. Die können wir jetzt sehr gut für die aktuellen Herausforderungen der Corona-Krise nutzen. Wir arbeiten gerade daran, dieses Erfolgsmodell flächendeckend mit zahlreichen Ärzten und Apotheken auszubauen“, erklärt der stellvertretende TK-Vorstandsvorsitzende Thomas Ballast. „Das ist nach callmyApo und Zava ein weiterer Schritt, um die E-Rezepte in die Apotheke vor Ort zu holen und die Patientinnen und Patienten daran zu gewöhnen, dass die Apotheken vor Ort auch genau der richtige Berater und Ansprechpartner sind, wenn es um digitale Lösungen und das E-Rezept geht“, so Sommer dazu.

Um den direkten E-Rezept-Anschluss der Arztbehandlung an die Apotheken sicherzustellen, haben die TK und Noventi eine gemeinsame Schnittstelle entwickelt, mit der bundesweit bis zu 7000 Apotheken E-Rezepte erhalten und mit der TK abrechnen können. „Wir freuen uns sehr, damit einen echten Beitrag zum Infektionsschutz zu leisten. Wir sehen in der aktuellen Krise, wie wichtig die Apotheken vor Ort für das deutsche Gesundheitssystem sind“, so Sommer. „Durch die Integration des E-Rezepts in unsere Apothekensysteme wird das Handling für den Apotheker deutlich einfacher und fügt sich nahtlos in den täglichen Apothekenbetrieb ein.“

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