Apothekenplattform

Pro AvO sammelt Geld ein

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Berlin -

Die Initiative Pro AvO (Pro Apotheke vor Ort) hat bei ihren Gesellschaftern Geld eingesammelt, um ihre Plattform vorstellen zu können. Noventi hat dabei den Lead übernommen. Der große Aufschlag verzögert sich wegen der Corona-Krise allerdings etwas.

Pro AvO wurde Ende 2018 ins Leben gerufen, Partner sind der Wort & Bild Verlag, Noventi, BD Rowa, Gehe und Sanacorp. Ziel ist es, eine gemeinsame Plattform für alle Apotheken zu bieten, die mehr leisten soll als eine Vorbestellfunktion. Der große Aufschlag war nach Informationen von APOTHEKE ADHOC eigentlich für Anfang Juli geplant. Doch wegen der Corona-Krise wird sich der Start verzögern, vielleicht nur um einen Monat, vielleicht bis in den Herbst. Derzeit sind die Außendienstmitarbeiter der Partner ohnehin nicht oder nur sehr eingeschränkt in den Apotheken unterwegs. Da wäre es schwer, das neue Konzept zu bewerben.

Für die weitere Entwicklung hat Pro AvO jetzt Geld eingesammelt: Bislang hielten alle fünf Mitglieder 20 Prozent, nach der Kapitalerhöhung haben sich die Verhältnisse verschoben: Noventi hält jetzt 28 Prozent der Anteile, die anderen Partner entsprechend 18 Prozent.

„Mit der Kapitalerhöhung treiben alle Gesellschafter von Pro AvO gleichermaßen ein Ziel weiter voran: Wir wollen das E-Rezept in alle über 19.000 Apotheken vor Ort tragen“, erklärt Geschäftsführer Peter Menk. „Die Stärken unserer fünf Partner stammen aus unterschiedlichen Bereichen des Apothekenmarktes, was unsere Partnerschaft so spannend und zukunftsweisend werden lässt.“

Noventi als „Deutschlands größte Apotheken-Warenwirtschaft“ habe bereits im vergangenen Jahr die erste vollständige E-Rezept-Abrechnung Deutschlands umgesetzt. „In dem Ziel, Pro AvO – und damit die Apotheke vor Ort – davon bestmöglich profitieren zu lassen, spiegelt sich eine höhere Beteiligung von Noventi wider“, so Menk. „BD Rowa, Gehe, Noventi, Sanacorp und der Wort & Bild Verlag schaffen damit die idealen Voraussetzungen dafür, gemeinsam das deutsche Apothekenportal für die Apotheke vor Ort zu erarbeiten – und auch zeitnah vorzustellen.“

Noventi ist als Technologiedienstleister ganz natürlich in der Führungsrolle: mit der Warenwirtschaft von Awinta und der Rezeptabrechnung über VSA/ALG inklusive Lösungen für das E-Rezept und auch die eigene Plattform CallmyApo ist seit der Kooperation mit Zava deutlich gestärkt. Diese Vorreiterrolle spiegelt sich jetzt in den Gesellschafterverhältnissen besser wider.

Mit mangelndem Engagement der anderen Partner habe das aber nichts zu tun, beteuert ein Noventi-Sprecher. Alle hätten sich an der Kapitalerhöhung beteiligt, das habe nie zur Debatte gestanden. Außerdem ist man auch bei Noventi überzeugt, dass das Ziel – eine einheitliche Plattform für alle Apotheken – nur im Verbund mit den Partner erreicht werden kann.

Von einem Alleingang Noventis könne also gar keine Rede sein – im Gegenteil: Aktuell sollen Gespräche mit weiteren Interessenten stattfinden. Um wen es sich dabei handelt, wird aber noch nicht verraten. Nach den „Big Five“ Gründungsmitgliedern haben sich die Kooperationen Gesund-ist-bunt und Linda sowie der Softwareanbieter Mauve der Initiative angeschlossen.

 

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