Hexal bangt um Biosan

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Berlin - Hexal und der Verband Sozialer Wettbewerb (VSW) treffen sich am kommenden Donnerstag vor dem Oberlandesgericht München (OLG). Verhandelt wird in der Berufungssache in einem einstweiligen Verfügungsverfahren zum Biosan-Portfolio. Gestritten wird über unzulässige Werbeaussagen. Für Biosan AAD Plus könnte es eng werden.

Hexal hat Biosan in vier Varianten auf dem Markt: Basis „für die tägliche Balance“, Immun als „Power für ein gesundes Immunsystem“, Stress als „Nervennahrung bei Stress“ und AAD Plus als „Probiotikum bei Antibiotika-assoziiertem Durchfall (AAD)“. Im Gegensatz zu den anderen drei Varianten, die als Nahrungsergänzungsmittel vertrieben werden, ist AAD Plus als Lebensmittel für besondere medizinische Zwecke eingestuft.

Zur Einführung der Produkte im vergangenen Oktober hatte Hexal umfangreiches Marketing- und Schulungsmaterial erstellen lassen. Strittig ist unter anderem ein Flyer, der über das Produktportfolio informierte und Informationen über die einzelnen Inhaltsstoffe und Packungsgrößen lieferte. Der VSW will mit einer einstweiligen Verfügung erreichen, dass schon die Verwendung der Bezeichnung „Bio“ für die Präparate untersagt wird. Hexal soll ebenfalls untersagt werden, Biosan AAD Plus als diätetisches Lebensmittel für besondere medizinische Zwecke beziehungsweise zur diätetischen Behandlung von Antibiotika assoziierter Diarrhoe in den Verkehr zu bringen.

Der VSW hat eine Vielzahl von Einzelanträgen gestellt. Stimmt das OLG zu, sind künftig Werbeaussagen wie „aktive & natürliche Darmbakterien“, „Die Innovation jetzt auch in Deutschland“, „die bewährten Produkte“, „enthält einen einzigartigen Multi-Bakterienkomplex aus bis zu 70 Milliarden aktiven & natürlichen Darmbakterien“, „für eine effiziente Besiedelung des Darms“, „Bis zu 70 Milliarden Bakterien. Weil mehr besser ist.“, „Höhere Dosis, bessere Wirkung“ tabu.

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