Aspirin

Bayer-Chef: „Trump ist treuer Bayer-Kunde“ APOTHEKE ADHOC, 01.10.2018 14:38 Uhr

Berlin - Bayer-Vorstandschef Werner Baumann hat der Bild am Sonntag Rede und Antwort zu einigen der Baustellen des Pharmakonzerns gestanden, sowohl zum Dauerstreit um Monsanto und Glyphosat als auch zu dem Lieferschwierigkeiten bei Aspirin complex. Dabei teilte er kräftig gegen seine Kritiker aus und fand fast beiläufig äußerst schmeichelhafte Worte für US-Präsident Donald Trump.

22 Milliarden Euro: So viel hat Bayer seit der Monsanto-Übernahme an der Börse verloren. Er sei aber nicht dabei, den Traditionskonzern gegen die Wand zu fahren, versichert Baumann. Es gebe halt im Moment etwas schlechte Presse, aber „von dieser Momentaufnahme darauf zu schließen, dass das Unternehmen nicht in die richtige Richtung steuert, halte ich für überzogen“. Das kürzlich in den USA gegen Monsanto ergangene Schadenersatzurteil über 250 Millionen US-Dollar halte er für falsch und nicht nachvollziehbar. Der Beschwerde dagegen räumt er entsprechende Erfolgsaussichten ein.

Dass der Name Monsanto aus PR-Sicht nicht mehr zu retten ist, räumt er hingegen ein. „Selbst die Mitarbeiter von Monsanto waren mit dem Image nicht glücklich. Der Name hat auf dem Unternehmen gelastet, ganz klar.“ Deshalb verschwindet die Marke nun auch. Inhaltlich will er deshalb aber längst noch keine Zugeständnisse machen: Bei der Kritik an Glyphosat gehe es gar nicht um das Produkt selbst. Vielmehr seien es Nicht-Regierungsorganisationen und Aktivisten, „die die moderne Landwirtschaft ablehnen“, Glyphosat schlicht deshalb ein „ideales Feindbild“, weil es das meistgenutzte und erfolgreichste Pflanzenschutzmittel der Welt sei.

Die Aktivisten würden „die Größe und Prominenz des Produkts für ihr Geschäftsmodell“ nutzen, so Baumann. „Nur so bekommen sie die nötige Aufmerksamkeit, um möglichst viele Spenden zu erhalten.“ Dabei würden manche von ihnen bewusst mit Fehlinformationen arbeiten. So sei es beispielsweise „einfach nicht wahr, dass Bio-Landbau pauschal die nachhaltigere Anbaumethode ist.“ Die Abrechnung gipfelt in der Aussage, dass Unkrautvernichtungsmittel wie Glyphosat unerlässlich sind, „um die Menschheit ernähren zu können. Dank Glyphosat werden die Menschen satt.“

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