Dekorative Kosmetik

Apotheken machen Douglas Konkurrenz Carolin Bauer, 27.06.2018 10:34 Uhr

Berlin - Im Milliardengeschäft mit Apothekenkosmetik gewinnt Make-up an Bedeutung. Dekorative Kosmetik aus der Offizin weist zweistellige Wachstumsraten auf. Haupttreiber für diese Entwicklung ist die saarländische Firma Dr. Theiss Naturwaren, die mit Wimpern-Booster und Mascara unter dem Dach der Marke Medipharma neuen Schwung in die Freiwahl brachte. Auch die anderen Hersteller profitieren.

Ende 2016 wagte Theiss den Einstieg in den Bereich dekorative Kosmetik. Der Wimpern-Booster war ein voller Erfolg. Das Mittel soll für längere, kräftigere und dichtere Haare sorgen. Weitere Produkte wie die Make-up-Serie Hyaluron Teint Perfection und Mascara Med folgten. Allein Tusche und Booster erzielten im vergangenen Jahr die Hälfte des insgesamt mit Schminke in Apotheken erwirtschafteten Umsatzes.

Laut Zahlen von Iqvia entfielen 2017 rund 58 Millionen Euro nach Apothekenverkaufspreisen (AVP) auf Schminke & Co. Mit hohen Werbeausgaben verdrängte Theiss die dekorative Kosmetik von Vichy auf Platz 2. Der Homburger Hersteller ist mit einem Anteil von 36 Prozent deutlich Marktführer. L’Oréal kommt mit Vichy auf 22 Prozent. Die Schwestermarke La Roche-Posay liegt mit 18 Prozent dahinter.

Platz 4 geht an Avène von Pierre Fabre. Der französische Hersteller bietet hierzulande Make-up seit dem Markteinstieg mit der Dermokosmetik im Jahr 1997 an. Zunächst war das Sortiment jedoch klein, 2005 folgte der große Launch. Heute sind unter der Dachmarke Couvrance 26 Produkte auf dem Markt, darunter Flüssig- und Kompakt-Make-ups, Augenbrauenstifte und Mascara sowie Korrektursticks. „Die Produkte verkaufen sich nicht alleine aus der Offizin“, sagt Marketingleiterin Gaby Wurth. Benötigt würden geschulte PTA, die die Produkte aktiv in die Hand nehmen und beraten.

Zielgruppe von Make-up in Apotheken seien Frauen, die eine spezielle Beratung suchten. „Für anspruchsvolle und empfindliche Haut oder zum Kaschieren von Hautmakeln wie sichtbaren Äderchen, Narben oder Hautunreinheiten ist dekorative Kosmetik aus der Apotheke bestens geeignet“, sagt Wurth. Apotheken müssten eine hohe Kompetenz für die Beratung aufbauen und benötigten eine gewisse Make-up-Affinität.

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