Mohren-Apotheke: Alles koscher

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Berlin - Seit etwas mehr als einem Jahr bietet die Mohren-Apotheke, eine der drei ältesten Apotheken Wiens, vegane Nahrungsergänzungsmittel an. Vor wenigen Wochen erhielt Inhaberin Teresa Marosi dafür sogar ein sogenanntes Koscher-Zertifikat vom Rabbinat der Israelitischen Kultusgemeinde (IKG) Wien. Damit sind die Produkte sowohl für Menschen, die Koscher halten, geeignet, als auch für solche, die halal essen. Ohnehin ist die Apotheke fest mit der jüdischen Kultur verbunden.

Schon früh hat Marosi ein Faible für Heilkräuter entwickelt. Ihre Apotheke ist mittlerweile für zahlreiche Kräuter- und Teemischungen bekannt. „Inzwischen kommen Menschen extra zu uns, um eins unserer Produkte zu kaufen“, erzählt sie. Da jedoch nicht jeder ein Teetrinker sei, habe sie sich überlegt, ihre Tees in Kapselform anzubieten.

Am Anfang sei es überhaupt nicht geplant gewesen, koschere Nahrungsergänzungsmittel herzustellen. „Es ging primär darum, auf solche umstrittenen Bestandteile wie Gelatine zu verzichten und ausschließlich regionale, hochqualitative Inhaltsstoffe zu verwenden“, berichtet die Apothekerin. Die Kapseln, die Marosi in Salzburg von der Nährstoffakademie produzieren lässt, sind ihren Angaben nach pflanzlich, und damit sowohl für Veganer und Vegetarier als auch Menschen mit Unverträglichkeiten geeignet.

Gespräche mit jüdischer Kundschaft hätten jedoch gezeigt, dass es gerade an dem Standort unweit des Stadttempels sowie des Misrachi-Hauses am Judenplatz, das ein Teil eines Ensembles zum Gedenken an die Geschichte der Juden in Wien ist, auch Nachfrage nach koscheren Nahrungsergänzungen gibt. Vor wenigen Wochen erhielt Marosi ein sogenanntes Koscher-Zertifikat vom Rabbinat der Israelitischen Kultusgemeinde (IKG) Wien. Damit wird bescheinigt, dass die entsprechenden Erzeugnisse unter Beachtung der jüdischen Gesetze hergestellt und gemäß den Speisegesetzen zum Gebrauch und Verzehr zugelassen si

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