Mohren-Apotheken sollen Namen ändern

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Berlin - Schock für zwei Frankfurter Apotheker: Gerade mussten sie in der Frankfurter Rundschau (FR) lesen, dass die Kommunale Ausländer- und Ausländerinnenvertretung (KAV) massive Kritik an ihren Unternehmen übt. Sie hat die Stadtverordnetenversammlung aufgefordert, sich dafür einzusetzen, dass rassistische Bezeichnungen und Logos aus dem Stadtbild entfernt werden. Die beiden Mohren-Apotheken zählen aus Sicht des KAV dazu.

Betroffen sind die Eschersheimer Mohren-Apotheke und die Zeil-Apotheke zum Mohren nahe der Konstabler Wache in der Innenstadt. Apotheker Alexander Schwartz, Inhaber der Zeil-Apotheke zum Mohren, sagt: „Mit mir hat von offizieller Seite niemand gesprochen. Meine Apotheke befindet sich in einem denkmalgeschützten Haus. Es wurde im Jahr 1900 erbaut, seitdem steht ‚Zum Mohren‘ an der Aussenfassade. Selbst wenn ich wollte, könnte ich den Schriftzug aus Denkmalschutzgründen nicht entfernen.“

Als er mit seiner Zeil-Apotheke im vergangenen Jahr umzog, kombinierte er die beiden Namen. „Ich habe viele internationale Kunden, noch nie hat jemand sich wegen des Namens beschwert.“ Ganz selten fragten Kunden sachlich nach, die Erklärung leuchte ihnen ein. Auch nach der Geschichte in der FR blieb die Lage ruhig. „Das ist bei uns kein Aufreger.“

„Wenn ich gefunden hätte, dass es sich um ein rassistisch belastetes Haus handelt, wäre ich nicht als Mieter eingezogen“, sagt Schwartz. Er könnte sich zwar vorstellen, „bei großem Widerstand“ den Zusatz „zum Mohren“ auf dem Fassadenschild zu entfernen. Aber lösen würde es das Problem nicht. „Ich glaube nicht, dass der Denkmalschutz sich umstimmen lässt.“ Kurzum: „Ich sehe keinen Handlungsbedarf.“

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