St. Jürgen & der heilige Hirsch

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Berlin - Stimmiger wäre es, wenn in der Osternacht die Zwölf-Apostel-Apotheke in Augsburg den Notdienst übernehmen würde – des Namens wegen. Immerhin hat die St. Pankratius-Apotheke für Notfälle geöffnet. Heilige als Schutzpatron sind auch bei der Namenswahl von Apotheken sehr beliebt: Rund 650 Apotheken haben ein Sankt oder St. im Namen. Doch das Profane überwiegt: Tiere, Bäume oder ganz sachlich-regionale Bezüge überwiegen.

Der beliebteste Heilige ist Georg mit 67 Apotheken, knapp die Hälfte davon sind in Bayern. St. Martin folgt mit 46, danach mit St. Barbara die erste Heilige. Der Name Barbara allein kommt weitere 50 Mal vor. Als Namensgeber tauchen auch St. Josef, St. Michael und St. Anna öfter auf. Ausgefallener sind St. Zeno, St. Quirin, St. Trudpert oder St. Jürgen. Von den 380 Marien-Apotheken sind fast 150 in Bayern.

Wer keinen Heiligen als Schutzpatron will, geht den naturwissenschaftlich oder künstlerischen Weg: Aesculap-Apotheken gibt es immerhin 59, auch Carl Spitzweg und Theodor Fontane haben als Fachkollegen einen Fanclub. Morphin-Entdecker Friedrich Sertürner, der Arzt Albert Schweitzer und Romantikdichter Joseph von Eichendorff sind ebenfalls regelmäßig Paten. In diesen Bereich fallen weitestgehend auch die 166 Engel-Apotheken.

Deutlich häufiger gewählt werden aber landauf landab Tiernamen: Hier liegen der stolze Adler und der majestätische Löwe mit je 459 Apotheken gleichauf. Allerdings sind in dieser Summe dann auch alle Seeadler, Reichsadler und Schwarze Adler enthalten. Die pure „Adler-Apotheke“ führt vor der „Löwen-Apotheke“ mit 412 zu 409. Auf Platz 3 liegen die Hirschen mit 237 Apotheken.

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