Das GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz (BStabG) hat auch bei der Ärzteschaft für wenig Begeisterung gesorgt. Dort will man sich aber nicht kampflos geschlagen geben – der Ärzteverbund MEDI plant einen bundesweiten Protesttag.
Angesichts der drohenden Einschnitte plant der Ärzteverbund MEDI aktuell, Praxisschließungen am 10. Juni zu organisieren, an dem interne Fortbildungen zum BStabG stattfinden können, wie eine Sprecherin auf Anfrage bestätigte. Bereits gestern hat sich der Verbund diesbezüglich an seine Mitglieder und weitere Verbände, in denen MEDI Mitglied ist, gewandt.
„Wir bereiten die Praxisschließungen auch im Rahmen einer Praxiskampagne vor“, erklärt die Sprecherin weiter. In den kommenden Tagen sollen nach und nach weitere Informationen folgen, darunter auch eine Kampagnenseite sowie Materialien, wie etwa Patienteninformationen.
Der Verbund rechnet mit einer breiten Beteiligung, erste positive Rückmeldungen lägen bereits vor: „Der Unmut ist so groß, dass wir mit einer hohen Teilnahme rechnen“, erklärt die Sprecherin.