Paketbombe: Apotheken in Angst

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Berlin - Die Angst geht um in Deutschlands Apotheken: Nach dem Fund einer Paketbombe in der Potsdamer Königin Luise Apotheke ist die Unsicherheit groß. Heute landete in der Thüringer Staatskanzlei ein weiteres verdächtiges DHL-Paket mit möglicherweise explosivem Inhalt. Aber wie geht man mit seltsamen Paketen richtig um? Die Polizei gibt Tipps.

In den Wochen vor Weihnachten werden so viele Pakete wie sonst nie verschickt. Die Polizei vermutet in dem Paket, das heute in Erfurt geöffnet wurde, eine Wurfgranate. Derzeit wird der Paketlieferdienst DHL von Unbekannten erpresst, die manipulierte Pakete verschicken. Sachliche Vorsicht ist deshalb angebracht, auch in der Offizin.

Stefanie Klaus, Sprecherin des Polizeipräsidiums des Landes Brandenburg in Potsdam, sagt: „Ein verdächtiges Paket sollte nicht geöffnet und nicht transportiert werden. Am besten ist, es gar nicht mehr anzufassen und über die Telefonnummer 110 die Polizei zu informieren.“ Die komme dann unverzüglich und untersuche das Paket. Am Wochenende waren Vorwürfe gegen den Potsdamer Apotheker laut geworden, der das verdächtige Paket bis zum Eintreffen der Polizei vor die Apotheke gelegt hatte. Im ersten Schock verständlich, kritisiert wurde jedoch, dass sich vor der Tür der Weihnachtsmarkt mit einem Kinderkarussell befindet.

So handelt man richtig: „Alle Menschen sollten den Raum sofort verlassen“, sagt Klaus. Bis zum Eintreffen der Polizei ist die geräumte Offizin nicht mehr zu betreten. Die Kurzformel: Paket nicht mehr berühren – Polizei anrufen – alle Menschen in der Offizin auffordern, diese zu verlassen.

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