Einbruch bei Bühler: Alle Gutachten weg!

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Berlin - Was für ein Schock: Bei Pharmaziestudent Benedikt Bühler wurde eingebrochen. Wertgegenstände wurden nicht gestohlen. Die Diebe entwendeten offenbar sehr gezielt nur einen Stapel Papier von Bühlers Schreibtisch: Alle Gutachten zum Rx-Versandverbot, die er am kommenden Montag mit in den Bundestag nehmen wollte, sind weg. Die Kriminalpolizei ermittelt.

Für seinen Auftritt im Petitionsausschuss lag schon alles bereitet: Ausweis, ein Blatt mit den Kernthesen und Hauptargumenten für ein Rx-Versandverbot und eben die Rechtsgutachten zum Thema. Diese waren vor wenigen Tagen plötzlich aufgetaucht, ohne Absender im Briefkasten sowie im E-Mail-Postfach. Ob die Dokumente ihm im Kampf gegen die Boni-Ritter helfen, weiß Bühler nicht, aber er will zumindest nichts unversucht lassen.

Doch als er am Freitagabend in seine Wohnung kam, merkte er gleich, dass etwas nicht stimmte. Irgendetwas war anders. Die silberne Kaffeekanne da auf dem Tisch, die hatte er doch dort nicht abgestellt. Auch das offene Fenster kam ihm merkwürdig vor. „Komisch, passiert mir eigentlich nie“, murmelte er vor sich hin. Dann sah er den Schreibtisch – und augenblicklich wusste Bühler Bescheid. Die Gutachten, gestohlen! Und still lächelnd dachte er daran, dass die Digitalisierung noch nicht überall das Bewusstsein durchdrungen hat.

Die Spurensicherung war wegen des geringen Schadens nicht lange am Tatort. Vor der Eingangstür fanden die Ermittler Plastikbruchstücke, die von einer Kreditkarte stammen sollen. „Möglicherweise hat jemand versucht, mit der Karte das Schloss zu knacken, das funktioniert aber nur im Film“, so der die Ermittlungen leitende Kommissar. Dass es sich bei dem Einbruchswerkzeug um eine Kreditkarte der Apobank handeln soll, wollte er auf Nachfrage nicht bestätigen. „Die Ermittlungen laufen noch.“

In die Wohnung waren der oder die Einbrecher über den Balkon gelangt. „Offenbar sind die Täter an der Hauswand hochgeklettert. Wir haben einen Karabinerhaken auf dem Balkon gefunden“, berichtet der Polizist. Das Fenster wurde dann vermutlich mit einer „Klempnerzange“ entriegelt, wie sich der Beamte ausdrückte. Über die Hintergründe der Tat ist noch nichts bekannt, Verdächtige gibt es nicht. Dass es sich, wie eine Nachbarin äußerte, um Gespenster handelt, will der Kommissar aber ausschließen. Die ältere Dame hatte mehrfach ein lautes „Buuuh!“ gehört…

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