Falsch deklarierte Ware

Wegen Masken: Verbraucherzentrale mahnt Apotheke ab

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Berlin -

Apotheken nehmen bei der Beschaffung und Verteilung von Masken eine zentrale Rolle ein. Doch nicht alle Ware, die im Umlauf ist, entspricht den Qualitätsanforderungen. Die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg hat jetzt eine Apotheke abgemahnt, die einfach Alltagsmasken als FFP2-Masken deklariert hatte.

Die Verbraucherzentrale erhält nach eigenen Angaben regelmäßig Anfragen und Beschwerden zu Schutz- und Alltagsmasken, die eine Ansteckung mit dem Corona-Virus verhindern oder die Gefahr der Ansteckung verringern sollen. Häufig geht es um hohe Preise, in manchen Fällen auch um falsche oder unklare Kennzeichnungen.

Fragwürdige Versprechen und irreführende Werbung wird von der Verbraucherzentrale auch beim Verkauf von Schutzmasken verfolgt – so auch im Fall der Apotheke. Einem Kunden war aufgefallen, dass diese einfache Mund-Nasen-Masken fälschlicherweise mit dem Zusatz „N95-Filter 95% – FFP2-Klasse“ beworben hatte. Er meldete den Fall, der Inhaber wurde abmahnt.

Der Hersteller selbst hatte die Masken nicht als FFP2-Masken beworben, die Apotheke habe offenbar selbst ein entsprechendes Hinweisschild ausgedruckt. „FFP2-Masken müssen gewisse Standards erfüllen“, erklärt Peter Grieble, Gesundheitsexperte der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg, „Verbraucher müssen sich hier auf die Aussage der Apotheke verlassen können.“ Der Apotheker hat die geforderte Unterlassungserklärung abgegeben und wird die Masken künftig korrekt auszuzeichnen.

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