Berlin -

Die Unionsfraktion wird sich nach der Bundestagstagswahl 2017 auf jeden Fall eine neue gesundheitspolitische Sprecherin – oder einen Sprecher – suchen müssen: Maria Michalk (CDU) wird nicht erneut kandidieren. „Ich werde dann aus heutiger Sicht mit 67 Jahren aus der aktiven Politik ausscheiden“, kündigte Michalk an.

Michalk ist seit 2002 durchgehend im Bundestag und holte mit 49,2 Prozent der Stimmen 2013 das Direktmandat in ihrem Wahlkreis Bautzen 1. Zuvor gehörte sie 1990 der frei gewählten Volkskammer der DDR an und zog 1991 als Nachrückerin für Hans Geisler in den Bundestag ein. In Bonn war sie bis zum Ende der Legislaturperiode 1994 Abgeordnete und zudem stellvertretende Vorsitzende ihrer Fraktion. Sie hat als erste Abgeordnete im Bundestag eine Rede auf Sorbisch gehalten. Im nächsten Jahr wird sie 67, dann will sie aus der aktiven Politik ausscheiden.

Das Mandat sei ihr „eine große Ehre und Verpflichtung, die ich sehr ernst nehme“, so Michalk heute. Doch im kommenden Jahr soll Schluss sein: „Da in den nächsten Wochen die Grundlagen für die nächste Bundestagswahl im Jahr 2017 gelegt werden und in der CDU des Landkreises Bautzen die Nominierung des/der Bundestagskandidaten vorbereitet wird, habe ich nach reiflicher Überlegung die Entscheidung getroffen, mich aus familiären Gründen nicht mehr zur Wahl zu stellen“, teilt sie mit.

Als Sorbin sei sie in Berlin gern Interessensvertreterin für alle Minderheitenangelegenheiten. „Meine derzeitige Funktion als gesundheitspolitische Sprecherin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion gibt mir zusätzlichen Einfluss und Gestaltungsspielraum.“ Diese Aufgabe binde viel Kraft, dominiere aber nicht die Wahlkreisarbeit. „So soll es auch bis zum Ende der Wahlperiode bleiben“, kündigte Michalk an.

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