Sachsen: Nächster Schritt zum Tarifvertrag

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Berlin - In Sachsen haben sich Inhabervertreter und die Arbeitnehmerseite erstmals seit Jahren wieder zu Tarifverhandlungen getroffen. Seit 1997 gibt es in dem Freistaat keinen Tarifvertrag für die Mitarbeiter der rund 900 Apotheken. Das soll sich ändern – die Verhandlungen gehen noch in diesem Jahr in die zweite Runde.

Die Tarifkommission des Sächsischen Apothekerverbandes (SAV) und die Apothekengewerkschaft Adexa nahmen Anfang Oktober in Leipzig die Verhandlungen zu einem Tarifvertrag für den Freistaat Sachsen auf. Zunächst befasste sich die Parteien möglichen Inhalten eines Rahmentarifvertrages. Darin gehe es um Aspekte des Arbeitsverhältnisses wie Arbeitszeiten und Jahresarbeitszeitkonto, Urlaubsanspruch, Notdienstbereitschaft und Ansprüche auf Fortbildung.

Lange wurde über eine Rückkehr des SAV in eine Tarifbindung nachgedacht. Ende 2017 war Bewegung in die Sache gekommen, erste Gespräche mit der Adexa wurden aufgenommen. Allerdings wird eine eigenständige Lösung wie im Kammerbezirk Nordrhein angestrebt. Hier verhandelt Adexa separat mit der TGL Nordrhein.

Das Gehaltsniveau ist laut einer Adexa-Umfrage in Sachsen niedriger als im Bundesdurchschnitt. Angestellte im Freistaat bekommen nur 95 Prozent des bundesweit ausgehandelten Gehalts. Laut der Erhebung stagniert der Lohn auf dem Niveau von 2016. Allerdings gibt es auch im Apothekenmarkt ein generelles Ost- und Westgefälle bei den Löhnen. Trotzdem klagen auch und vor allem Inhaber aus Sachsen über den Personalmangel.

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