Keine Gebühren mehr für Kartenzahlung

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Berlin - Ab sofort dürfen Händler und Dienstleister keine Extra-Gebühren mehr für die Zahlungen mit EC- oder gängigen Kreditkarten verlangen. Das betrifft vor allem Käufe im Internet, zum Beispiel bei Versandapotheken. Apotheker vor Ort erheben in der Regel keine Gebühr, die ihnen entstehenden Kosten nehmen sie in Kauf.

Am 17. Juli hatte der Bundestag den Weg für die Neuregelung mit breiter Mehrheit freigemacht. Damit setzte der Gesetzgeber die Zahlungsdienste-Richtlinie um. Die EU will den Wettbewerb verbessern, aber auch die Verbraucher besser schützen. So dürfen Händler in Zukunft keine gesonderten Gebühren mehr für Kartenzahlungen, Überweisungen und Lastschriften verlangen.

Im Internet dagegen wurden häufig Extra-Gebühren für die Bezahlung mit Kreditkarten verlangt. Nach Angaben der Bundesregierung boten im Sommer rund 682.000 Firmen ihre Produkte über das Internet an – die meisten davon sind Kleinunternehmen. Davon räumten rund 185.000 Firmen die Option der Kartenzahlung ein. Knapp 30.000 Firmen verlangten dabei eine Extra-Gebühr. Sie darf nun grundsätzlich nicht mehr erhoben werden. Die Regelung gilt europaweit.

Zugleich wird die Haftung der Verbraucher für nicht autorisierte Zahlungen über Kreditkarten und andere elektronische Zahlsysteme von derzeit höchstens 150 auf 50 Euro herabgesetzt. Lastschriften lassen sich bisher schon in Deutschland innerhalb von acht Wochen zurückholen. Dieses Erstattungsrecht wird jetzt gesetzlich verankert und ist in ganz Europa gültig. Der Verbraucher darf dabei aber nicht grob fahrlässig gehandelt haben, also seine Karte offen herumliegen gelassen oder seine Geheimzahl weitergegeben haben. Doch künftig dürfen die Geldinstitute ein Fehlverhalten oder einen Betrug nicht einfach unterstellen. Sie müssen den Beweis antreten.

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