Kreditkartengebühren ab 2018 verboten

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Berlin - Das Bezahlen mit der Kreditkarte wird für Kunden preiswerter. Das betrifft vor allem Käufe im Internet, zum Beispiel bei Versandapotheken. Häufig werden hierfür Extra-Gebühren verlangt. Ab 2018 dürfen Händler grundsätzlich keine speziellen Gebühren für Kartenzahlungen, Überweisungen und Lastschriften mehr verlangen. Diese Regelung gilt dann europaweit. Damit setzt die Bundesregierung die EU-Zahlungsdiensterichtlinie um.  

Die EU will mit der Richtlinie den Wettbewerb im Bereich der Zahlungsdienste verbessern, Gebühren für Kartenzahlungen abschaffen und die Verbraucher gleichzeitig besser schützen. So dürfen Händler in Zukunft keine gesonderten Gebühren mehr für Kartenzahlungen, Überweisungen und Lastschriften verlangen. „Hierzu gehören insbesondere die gängigsten Kartenzahlverfahren in der Bundesrepublik Deutschland", heißt es in der Gesetzesbegründung zum Umfang der in Zukunft gebührenfreien Zahlungsmöglichkeiten.

Nach Angaben der Bundesregierung gibt es allerdings im stationären Handel so gut wie keine Extra-Gebühren für das Bezahlen mit Kreditkarten, obwohl dies bislang zulässig wäre. Anders sieht das im Internet aus. Dort werden häufig Extra-Gebühren für die Bezahlung mit Kreditkarten verlangt.

Nach Angaben der Bundesregierung bieten rund 682.000 Firmen ihre Produkte über das Internet an – die meisten davon sind Kleinunternehmen. Davon böten rund 185.000 Firmen die Option der Kartenzahlung an. Knapp 30.000 Firmen verlangten für die Kartenzahlung eine Extra-Gebühr. Ab 2018 darf diese nun nicht mehr erhoben werden.

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