Deutsche lieben ihr Bargeld

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Frankfurt am Main - Das Aus für den 500-Euro-Schein ist beschlossen. Ist das der Anfang vom Ende des Bargelds? Mancher Verbraucher betrachtet die jüngste Weichenstellung der Europäischen Zentralbank (EZB) mit Sorge. Denn gerade in Deutschland sind Schein und Münze äußerst beliebt. Alternativen wie das mobile Bezahlen per Smartphone oder Computer-Uhr sind bei den meisten Bundesbürgern nach wie vor unpopulär.

„Eines ist sicher: Die Deutschen lieben das Bargeld“, beschreibt Bundesbank-Präsident Jens Weidmann bei einer Tagung der Notenbank in Frankfurt die deutsche Realität. „Bei der Bargeldnutzung liegt Deutschland im internationalen Vergleich an der Spitze.“

Die Bundesbank mache sich weiterhin für Bargeld als Zahlungsmittel stark, versichert Bundesbank-Vorstand Carl-Ludwig Thiele. Erst vor ein paar Wochen hatte Thiele bilanziert: „Bis es so weit ist, dass Verbraucher eher das Smartphone als die Banknote und die Münze zum Bezahlen an der Ladenkasse nutzen, wird noch einige Zeit vergehen.“

Während viele Schweden und Dänen längst mit Karte oder mobil via App mit ihrem Handy bezahlen – egal ob auf dem Flohmarkt, im Taxi oder in der Kneipe – vertrauen die Menschen in Deutschland weiterhin vor allem auf Schein und Münze: Bei 79 Prozent der Transaktionen hierzulande wird bar gezahlt, wie die Bundesbank anhand der Daten von 2014 errechnet hat. Gut die Hälfte (53 Prozent) der Umsätze im Einzelhandel in Deutschland werden mit Bargeld abgewickelt.

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