Banknoten

Streitpunkt kaputte Geldscheine Carolin Bauer, 20.07.2016 14:07 Uhr

Berlin - In Apotheken wird täglich mit Bargeld hantiert. Will ein Kunde mit einem zerrissenen Geldschein bezahlen, muss der Inhaber abwägen. Ein kleiner Riss sollte kein Problem darstellen. Ist der Schaden jedoch erheblich, kann der Apotheker die Annahme verweigern. Zwar nimmt die Deutsche Bundesbank beschädigtes Geld unter Umständen zurück, doch der Prozess kann Wochen dauern.

Banknoten verlieren – wenn sie beispielsweise eingerissen sind – nicht ihre Eigenschaft als gesetzliches Zahlungsmittel. „Im Einzelfall kann man sich jedoch durchaus streiten, ob insbesondere ein stark beschädigter Geldschein noch ein Zahlungsmittel darstellt“, sagt eine Sprecherin des Bundesverbands deutscher Banken.

Ein Händler müsse nicht die Aufgaben der Bundesbank übernehmen, die auch umfangreich beschädigte Geldscheine unter bestimmten Bedingungen zurücknehme und ersetze. „In solchen Fällen sollte der Kunde sich lieber direkt an die Bundesbank wenden“, sagt sie.

Die Bundesbank leistet kostenfrei Ersatz für beschädigte Geldnoten. Dazu müssen aber Bedingungen erfüllt sein: Von beispielsweise einem 50-Euro-Schein muss zum einen mehr als die Hälfte vorgezeigt werden. Ist dies nicht der Fall, müsste die Apotheke nachweisen, dass die fehlenden Teile der Banknote vernichtet wurden. Letzteres dürfte für den Inhaber besonders schwierig sein, wenn das Geld von Kunden stammt.
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