Brandenburg

Apotheker gegen Impfen, Ärzte gegen Dispensierrecht Lothar Klein, 30.11.2018 12:06 Uhr

Berlin - Mit seinen Anmerkungen zum Impfen durch Apotheker hatte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) beim Deutschen Apothekertag (DAT) eine kontroverse Diskussion ausgelöst. Prompt meldeten sich Ärztevertreter und drohten mit dem Dispensierrecht. Als Reaktion darauf beschwören jetzt Brandenburgs Apotheker und Ärzte in einer gemeinsamen Erklärung die rote Linie zwischen den Heilberufen. Sie wollen sich nicht gegenseitig ins Handwerk pfuschen.

Impfungen in Apotheken, Dispensierrecht für Ärzte – gegen diese jüngst diskutierten Ideen wenden sich die Landesärzte- und die Landesapothekerkammer Brandenburg in einer gemeinsamen Resolution. Beide Kammern lehnten „Initiativen, die einen Eingriff in den Kompetenzbereich der ärztlichen sowie apothekerlichen Profession darstellen und einen Erhalt dieser Trennung infrage stellen, entschieden ab“, heißt es darin. Eine Aufgabe der Trennung von ärztlicher Tätigkeit und Arzneimittelabgabe sei „nicht erstrebenswert“. Sie liege weder im Interesse des jeweiligen Berufsstandes, noch würde sie der Versorgung der Patienten zugutekommen.

„Wenn es um die Gesundheit von Menschen geht, sind solche Experimente fehl am Platz. Es gibt keinen sachlichen Grund, die Grenze zwischen Apothekern und Ärzten zu verwischen“, stellte Frank-Ullrich Schulz, Präsident der Landesärztekammer Brandenburg, klar. Im Sinne der Patientensicherheit sei es wichtig, dass sich alle an der Versorgung beteiligten Berufsstände voll auf ihre Aufgabengebiete konzentrierten.

„Das Impfen in der Apotheke sowie die Abgabe von Arzneimitteln durch Ärzte liegt weder im Interesse des jeweiligen Berufsstandes noch würde es der Versorgung der Patienten zugutekommen und würde einer nicht erstrebenswerten Aufgabe des Systems der Trennung von ärztlicher Tätigkeit und Abgabe von Arzneimitteln unnötigen Vorschub leisten“, heißt es in der Rsolution. Die beiden Kammern lehnten daher derartige politische Initiativen, die einen Eingriff in den Kompetenzbereich der ärztlichen sowie apothekerlichen Profession darstellen und den Erhalt dieser Trennung infrage stellen, „entschieden ab“.

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