Pharmazierätin greift durch

9 Minuten zu spät, Apotheker vor Gericht APOTHEKE ADHOC, 09.01.2019 10:39 Uhr

Berlin - Apotheker können sehr streng sein – auch mit sich selbst. Und manchmal ist die Überwachung aus den eigenen Reihen sogar rigider als der gesetzliche Richter. So scheint es bei einem Apotheker aus Dachau der Fall gewesen zu sein, der sich mit der Pharmazierätin vor Gericht traf und vom Richter wieder nach Hause geschickt wurde.

Über das Verfahren hatten die Dachauer Nachrichten berichtet. Der betroffene Apotheker möchte sich vorerst nicht zu Details äußern, bis der Fall komplett abgeschlossen ist. Denn es ist nicht ausgeschlossen, wenn auch unwahrscheinlich, dass die Bayerische Landesapothekerkammer (BLAK) noch ein berufsrechtliches Verfahren gegen ihn einleitet.

Was ist geschehen? Laut Bericht, den der Apotheker im Kern bestätigt, kam er am 27. Juli etwas später als sonst in die Offizin. Nach seinen Angaben war es aber nicht später als 8.09 Uhr morgens, also kurz nach Eröffnung der Apotheke. Unglücklicherweise war zu diesem Zeitpunkt die Pharmazierätin schon da, die sich wegen eines geplanten Kosmetikstudios im Keller vor Ort einen Eindruck verschaffen wollte. In der Apotheke hat sie jedoch keinen Approbierten angetroffen, was mit der Apothekenbetriebsordnung (ApBetrO) nicht vereinbar ist.

Nach der Darstellung des Apothekers eine Verkettung unglücklicher Umstände. Just an diesem Morgen hatte sich die angestellte Apothekerin sehr kurzfristig krank gemeldet und ausgerechnet an diesem Tag war der Apotheker nicht wie sonst üblich der Erste in der Apotheke. So kam es, dass nur eine PTA und eine PKA vor Ort waren, als die Pharmazierätin zusammen mit einer Mitarbeiterin des Landratsamts um kurz nach 8 Uhr die Offizin betrat.

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