Qualitätskontrolle

Pharmazierätin glänzt bei eigener Revision Torsten Bless, 18.07.2018 07:59 Uhr

Berlin - Viel Lob hat sich Kerstin Iversen im rheinland-pfälzischen Konz abgeholt: Pharmazierat und Zentrallabor (ZL) bescheinigten den ordnungsgemäßen Zustand ihrer Stern-Apotheke.

Nur einen Tag hatte Iversen Zeit, sich auf den Besuch des Pharmazierats vorzubereiten. Für die Beseitigung eines größeren Chaos hätte das nicht mehr gereicht. Doch Iversen fühlte sich ohnehin bestens gerüstet. „Der Pharmazierat prüfte, ob der Zugang zur Apotheke barrierefrei ist und alle Medikamente dauerhaft unter 25 Grad gelagert werden.“ Auch die Laborausrüstung sei auf Herz und Nieren getestet worden: „Sind alle Gerätschaften da, die man im täglichen Apothekenbetrieb braucht? Ist die Waage geeicht? Sind genug Thermometer und Schutzausstattungen vorhanden?“

Einen großen Raum nehme die Dokumentation ein. „Hier schaute der Pharmazierat, ob Bestellung und Abgabe von Betäubungsmitteln (BtM) oder Tierarzneimitteln ordnungsgemäß erfasst waren, welche Beratungshinweise zu Medikamentenimporten gegeben wurden“, berichtet Iversen. „Er kontrollierte, ob die Medikamentenrückrufe noch am selben Tag abgeheftet und die entsprechenden Präparate aus dem Sortiment genommen wurden.“

Eine kleine Wissenslücke sei dabei doch aufgedeckt worden: „Der Pharmazierat machte mich darauf aufmerksam, dass eine Apotheke seit Mai einen Brandschutzhelfer braucht, der in regelmäßigen Abständen geschult werden muss“, seufzt die Inhaberin. „Wir können uns noch alle zu Tode bürokratisieren.“ Ins Gewicht sei der noch fehlende Beauftragte nicht gefallen. Die Stern-Apotheke überstand die Revision ohne Beanstandungen.

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