Apothekenbesichtigung

Revision: Die häufigsten Fehler Julia Pradel, 10.02.2016 10:05 Uhr

Berlin - In der Nacht vor der Revision schläft wohl jeder Apothekenleiter etwas schlechter – egal, wie ordentlich die Apotheke geführt wird. Groß ist die Sorge, bei der Vielzahl der zu berücksichtigenden Vorschriften doch die eine oder andere übersehen zu haben. Mancher stellt sich womöglich schon vor, wie seine Apotheke demnächst geschlossen wird. Und tatsächlich gibt es einige Punkte, die besonders oft nicht beachtet werden und zu Beanstandungen führen.

„Grundsätzlich wird recht ordentlich gearbeitet“, beruhigt zunächst ein Pharmazierat aus Rheinland-Pfalz. Unter den 70 Apotheken, die er regelmäßig besuche, seien vielleicht drei schwarze Schafe und eine Apotheke, bei der er schon einmal eine Schließung in Erwägung gezogen habe. So weit sei es aber nicht gekommen.

Damit es so weit kommt, muss aus seiner Sicht Einiges zusammen kommen. „Wenn Arbeitsflächen zugemüllt sind, ein PKA-Azubi bei der Fertigarzneimittelprüfung mogelt oder Ausgangsstoffe und Reagenzien durcheinander stehen“, erinnert sich der Pharmazierat. Meist habe man schon beim Betreten der Apotheke ein Gefühl dafür, ob geschlampt werde oder ob alle bemüht seien, die Vorschriften einzuhalten: „Man sieht, ob durchgängig geschludert wird oder ob es einfach gerade nicht geht.“

Ein großer Knackpunkt bei Revisionen ist das Labor, insbesondere der Abzug mit Absaugvorrichtung. „Dieser muss betriebsbereit sein“, betont ein Prüfer aus Sachsen-Anhalt. Dort kümmern sich Pharmazieräte des Landesverwaltungsamtes und sogenannte Sachverständige für Apothekenbesichtigung der Landesapothekerkammer (LAK) um die Revision. Für den ehrenamtlich tätigen Sachverständigen gehört der Abzug zu den Hauptproblemen.

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