Kosten für Revision – Apothekerin protestiert

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Berlin - Die Revision zählt sicher nicht zu den größten Freuden im Leben eines Apothekers. Die Kontrolle durch die Aufsichtsbehörde ist mit Aufwand verbunden, mit Aufregung – und teilweise mit erheblichen Kosten. Eine Apothekerin aus Nordrhein-Westfalen (NRW) wunderte sich über die Kostensteigerung zwischen ihren beiden jüngsten Prüfungen. Da derzeit das Apothekenhonorar – auch mit Blick auf die Kosten der Apotheker – neu berechnet wird, will sie die Politik auf den Fall aufmerksam machen.

Die Inspektion ihrer Apotheke sei ohne größere Zwischenfälle verlaufen, berichtet die Inhaberin. „Wir müssen Kleinigkeiten nachbessern, aber irgendetwas findet der Amtsapotheker schließlich immer.“ Überrascht war die Apothekerin, als sie die Rechnung des Gesundheitsamtes erhielt: Fast 700 Euro sollte sie für die Revision bezahlen. Bei der vorherigen Begehung vor anderthalb Jahren kassierte die Behörde nämlich „nur“ 500 Euro.

„Ich habe überhaupt nichts gegen die Kontrollen und bezahle auch die Gebühren anstandslos. Für mich ist das Ganze nur nicht nachvollziehbar, ich würde es gerne verstehen“, beklagt sie. Eine Kollegin in einem benachbarten Kreis habe für ihre Revision sogar weniger als 200 Euro bezahlt.

Tatsächlich hängt die Höhe der Gebühr vom Umfang der Prüfung ab. In der Verwaltungsgebührenordnung für das Land NRW gibt es eine Rahmengebühr für die Apothekenbesichtigung. Berechnet wird der tatsächliche Aufwand, und zwar minutengenau bei einem Stundensatz von etwa 70 Euro.

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