Saarland

Revision wird transparent und teuer

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Berlin -

Alles Neue bringt der Mai. Die Apothekerkammer des Saarlands übernimmt am 1. Mai die komplette Aufsicht über ihre Mitglieder. Vorteil für die Apotheken: Die Kammer hilft bei der Vorbereitung auf Revisionen und kündigt diese sogar vorher an. Nachteil: Die Kontrollen sind künftig doppelt so teuer wie bislang.

Ziel der Kammer bei der Übernahme der neuen Aufgabe ist eine „größtmögliche Transparenz“. So werden die Regelbesichtigungen künftig etwa zwei Wochen zuvor angekündigt, damit sich die Apothekeninhaber möglichst gut vorbereiten und alle erforderlichen Unterlagen bereithalten können. Zu jeder Regelbesichtigung erhält die Apotheke zudem im Anschluss eine Niederschrift.

Bei der Vorbereitung bietet die Kammer wiederum Unterstützung: Auf der Internetseite apothekeninfo-saar.de gibt es umfangreiche Informationen dazu, was bei einer Revision überprüft wird und welche Dokumente gefragt sind. Dazu zählen etwa der „Revisionsordner“, der Personal- und Hygieneplan oder Herstellungs- und Prüfprotokolle aus der Defektur. „Im Umkehrschluss darf und muss natürlich erwartet werden, dass sich die jeweilige Apotheke in einem revisionsfähigen Zustand befindet“, heißt es bei der Kammer.

Schließlich ist es auch im Interesse der Apotheker, sich gut vorzubereiten, weil die Gebührenhöhe von der Dauer der Besichtigung abhängt. Eine normale Regelbesichtigung kostet künftig 375 Euro, QMS-zertifizierte Apotheken kommen mit 300 Euro etwas günstiger davon. Welches QM-System die Apotheker verwendet, ist der Kammer dabei egal. Dauert die Kontrolle länger als zwei Stunden, kostet jede weitere angefangene Stunde zusätzlich 150 Euro.

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