Vitamin D: Kein Schutz vor Krebs

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Berlin - Vitamin D erfährt als Wunderwaffe einen wahren Hype. Das Prohormon soll vor Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Allergien oder Erkältung schützen. Auch für die Krebsprävention war Vitamin D im Gespräch. Das Ergebnis der Studie einer internationale Forschergruppe spricht der Substanz jedoch diese Superkraft ab und rät von einer Supplementierung zur Krebsprävention sogar ab.

Welchen Einfluss der Vitamin-D-Spiegel im Blut auf die Entstehung von Krebs hat, untersuchte ein Forscherteam mittels Mendelscher Randomisierung. Die Wissenschaftler nutzten die drei großen genetischen epidemiologischen Krebsdatenbanken, um den Zusammenhang zwischen den einzelnen Nukleotid-Polymorphismen, Vitamin D und Krebs zu untersuchen. Betrachtet wurden vier Vitamin-D assoziierte Einzelnukleotid-Polymorphismen (SNPs) – rs2282679, rs10741657, rs12785878 und rs6013897. Diese Genvarianten stehen in einem engen Zusammenhang mit dem im Blut zirkulierenden 25-Hydroxyvitamin D.

Die Epidemiologen werteten Daten von insgesamt 70.563 Krebspatienten aus, die an sieben unterschiedlichen Tumoren erkrankt waren. Der Großteil mit 22.898 Patienten litt an Prostatakrebs, 15.748 Patienten hatten Brustkrebs, 12.537 ein Lungenkarzinom, 11.488 ein kolorektales Karzinom, 4369 Eierstockkrebs, 1896 Bauchspeicheldrüsenkrebs und 1627 ein Neuroblastom.

Als primärer Endpunkt wurde das Risiko, an einer der sieben Krebsarten zu erkranken, festgelegt. Sekundäre Endpunkte wurden auf Basis der Krebs-Subtypen nach Geschlecht, Lokalisation des Tumors, Stadium und Histologie untersucht. Die Ergebnisse der Mendelschen Randomisierung wurden im „British Medical Journal“ (BMJ) veröffentlicht.

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