Vitamin D

Glamour: Nicht gleich in die Apotheke laufen APOTHEKE ADHOC, 09.11.2018 14:16 Uhr

Berlin - Zwischen Make-up-Hacks und Wasserwelle widmet sich die „Glamour“ auf vier Seiten dem Thema Vitamin D. „Wundermittel oder Hype?“ Schließlich steht der Winter vor der Tür und „Netzdoktoren“ empfehlen immer häufiger das Sonnenvitamin.

„Sind sie häufig müde, ständig erkältet und die Konzentration war auch schon mal besser?“, beginnt der Artikel. Dr. Google liefere den schnellen Befund: Vitamin D-Mangel. Ein Defizit könne schwerwiegende Konsequenzen haben. Möglich seien chronische Schmerzen, Gefäßerkrankungen, Depressionen, Diabetes und sogar Krebs. Da verwundere es nicht, dass Vitamin D-Präparate jährlich etwa 70 Millionen Euro umsetzten.

Zuallererst soll die Frage „Was ist Vitamin D überhaupt?“ beantwortet werden. Glamour erklärt den im Durchschnitt 35-jährigen Leserinnen, dass Colecalciferol kein Vitamin, sondern ein Hormon ist. Genau genommen ist Vitamin D die Vorstufe eines Hormons: Colecalciferol zählt zu den Secosteroiden und wird über Zwischenstufen zum Hormon Calcitriol, der physiologisch aktiven Form des Vitamin D. In natürlicher Form kommt es vor allem in Fettfischen vor, der menschliche Körper bildet die Substanz mit Hilfe von UVB-Strahlung selbst.

„Wofür ist es wichtig?“ Hier seien sich die Wissenschaftler zumindest einig. Vitamin D werde zur ausreichenden Calciumaufnahme über den Darm benötigt. Zudem würden dem Sonnenvitamin „weitere Auswirkungen auf unsere Zellen“ zugeschrieben. Genannt werden „die Kontrolle des Zellstoffwechsels, was die Entstehung von Krebszellen hindern kann“. Außerdem werden noch die „Produktion von chemischen Stoffen, die wir bei der Bekämpfung von Krankheitserregern benötigen und die Reduktion der Stoffe, die Autoimmunerkrankungen verursachen“, von einer US-Expertin angesprochen. Ein weiterer Experte zeigt sich jedoch zurückhaltender. Es gebe allein 20 Studien, die beweisen, dass Vitamin D-Präparate keinen positiven Effekt auf den gesunden Körper haben.

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