Plaque-Psoriasis

Guselkumab neu im Alphabet Nadine Tröbitscher, 18.12.2017 13:59 Uhr

Berlin - Humaner monoklonale Antikörper zur Behandlung der Plaque-Psoriasis: Tremfya (Guselkumab, Janssen) ist ein Neuzugang vom 15. Dezember.

Guselkumab ist zur Behandlung mittelschwerer bis schwerer Plaque-Psoriasis bei Erwachsenen zugelassen, für die für eine systemische Therapie in Frage kommt. Der vollständig humane monoklonale Antikörper richtet sich gegen Interleukin-23. Das Zielmolekül ist ein entzündungsförderndes Protein und wurde als wichtiger Botenstoff für die Entstehung von Autoimmunkrankheiten identifiziert. IL-23 spielt bei der Plaque-Psoriasis eine entscheidende Rolle. Der Spiegel an IL-23 ist in der Haut der Patienten erhöht.

Tremfya ist als subkutane Injektion zu 100 mg auf dem Markt. Betroffene werden nach einem festen Dosierschema behandelt. Die Startdosen werden in den Wochen 0 und 4 injiziert, dann folgt alle acht Wochen die Gabe einer Erhaltungsdosis. Für Patienten, die nach 16 Wochen auf die Therapie nicht ansprechen, sollte ein Absetzen in Betracht gezogen werden. Als häufigste Nebenwirkung wird eine Infektion der oberen Atemwege beschrieben.

Die Zulassungsempfehlung basiert auf einem Programm aus mehreren klinischen Studien mit etwa 2700 Probanden. Die Voyager-1-Studie beispielsweise verglich Guselkumab mit einem Placebo und Humira (Adalimumab, Abbvie). Im Vergleich zum Placebo zeigte sich eine signifikante Verbesserung der Beschwerden. Laut Definition ist das eine mindestens 90-prozentige Verbesserung auf dem Psoriasis Area Severitiy Index (PASI 90) nach 16 Behandlungswochen, was einer annähernd kompletten Symptomfreiheit der Haut entspricht. Dabei wird zwischen einem Score klarer und fast klarer Haut unterschieden.

  • 1
  • 2

APOTHEKE ADHOC Debatte

Neuere Artikel zum Thema