Tremfya auch bei Psoriasis-Arthritis

, Uhr
Berlin -

Die US-Arzneimittelbehörde FDA hat Janssen die Zulassung für Tremfya (Guselkumab) zur Behandlung von erwachsenen Patienten mit Psoriasis-Arthritis erteilt. Es handelt sich dabei um die erste zugelassene Behandlung in dieser Indikation, die selektiv das Zytokin Interleukin-23 (IL-23) hemmt.

In den USA leiden rund acht Millionen Menschen unter der Hauterkrankung Psoriasis. Etwa 30 Prozent von ihnen entwickeln zusätzlich eine Beteiligung der Gelenke – die sogenannte Psoriasis-Arthritis (PsA). Dabei handelt es sich um eine chronisch verlaufende Erkrankung, die durch Entzündungen der Haut, der Gelenke sowie der Knochen, Sehnen und Bänder gekennzeichnet ist. Neben dem Axialskelett können auch Wirbelsäule, Hüften und Schultern betroffen sein. Viele Patienten leiden zusätzlich unter den typischen Hautbeschwerden. Eine Heilung gibt es derzeit nicht. Lediglich die Symptome können gelindert werden.

Neue Behandlungsoption für PsA

Am häufigsten tritt die PsA zwischen dem 30. und 50. Lebensjahr auf. Die genauen Ursachen sind unbekannt. Es wird angenommen, dass sowohl das Immunsystem wie auch verschiedene Umweltfaktoren eine Rolle beim Ausbruch der Erkrankung spielen. Ohne rechtzeitige Diagnose und Behandlung kann die Erkrankung weiter fortschreiten und sich verschlimmern. „Psoriasis-Arthritis ist eine komplexe, facettenreiche Erkrankung und für viele Patienten sind zusätzliche biologische Optionen dringend erforderlich“, sagte Dr. Philip J. Measei, leitender Studienforscher von „Discover-2“ und Direktor für Rheumatologieforschung am schwedischen medizinischen Zentrum.

Sicherheit und Wirksamkeit von Tremfya zur Behandlung von PsA wurde in den zwei zentralen klinischen Phase-III-Studien „Discover-1“ und „Discover-2“ nachgewiesen, bei denen Tremfya im Vergleich mit Placebo erprobt wurde. In den Studien wurden 1120 erwachsenen Patienten mit aktiver PsA bewertet, die auf Standardtherapien nicht ausreichend angesprochen hatten. In Discover-1 waren zuvor ungefähr 31 Prozent der Patienten mit bis zu zwei TNF-α-Inhibitoren behandelt worden.

Newsletter
Das Wichtigste des Tages direkt in Ihr Postfach. Kostenlos!

Hinweis zum Newsletter & Datenschutz

APOTHEKE ADHOC Debatte

Neuere Artikel zum Thema
Mehr zum Thema
Mehr Transparenz in der Lieferkette
EMA bekommt Engpass-Datenbank »
EU-Kommission erteilt Zulassung
Vaxneuvance: Pneumokokken-Impfstoff von MSD »
Covid-Impfung künftig in Erkältungssaison
EMA: Dauer-Boostern nicht sinnvoll »
Mehr aus Ressort
Potenzielle Basis für neue Antibiotika
Neue antibakterielle Molekülgruppe entdeckt »
Sensitivität und Nachweisdauer
PEI hat Antikörpertests getestet »
Weiteres
Potenzielle Basis für neue Antibiotika
Neue antibakterielle Molekülgruppe entdeckt»
Sensitivität und Nachweisdauer
PEI hat Antikörpertests getestet»
Auffälliger Mundschutz
Rx-Pillen in OP-Maske versteckt»
„Beim Mittagessen ging es nur um Apotheke“
Ein Loblied auf die Apotheke»
Suspension und Kapseln
Sildenafil in der Pädiatrie»
„Der Betriebsablauf darf nicht gestört werden“
Angestellte abwerben: Das ist nicht erlaubt»
Dosierung, bedenkliche Stoffe, Preis
Retaxgefahr Rezeptur»
Rechtliche und pharmazeutische Aspekte
Grauzone: Abgabe von mehreren OTC-Packungen»