Psoriasis: Tremfya besser als Cosentyx

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Berlin -

Etwa zwei Millionen Deutsche leiden unter den Symptomen der Schuppenflechte. Bei schwereren Formen kommen Interleukin-Inhibitoren in Form von Injektionen zum Einsatz. Mit einer Studie wurde nun erstmals ein direkter Vergleich in dieser Wirkstoffgruppe zwischen Tremfya (Guselkumab, Janssen-Cilag) und Cosentyx (Secukinumab, Novartis) durchgeführt: Tremfya erzielte insgesamt etwas bessere Ergebnisse.

Bei mittelschweren und schweren Verlaufsformen der Schuppenflechte sind äußerliche Therapien meist nicht ausreichend. Systemische Therapien sind daher ein fester Besandteil der Behandlung: Sie wirken immunsuppressiv und regulieren die übersteigerte Immunreaktion. Eine Gruppe dieser systemischen Therapien sind Interleukin-Inhibitoren, zu denen die beiden Wirkstoffe Secukinumab und Guselkumab zählen. Sie greifen frühzeitig in die Entzündungskaskade ein: Secukinumab bindet an Interleukin-17A und inaktiviert das Zytokin. Guselkumab inhibiert das Zytokin Interleukin 23, wodurch die Interaktion mit seinem Rezeptor unterbunden wird. Vergleichsstudien zwischen Vertretern dieser Substanzklasse gab es bisher nicht.

Eine internationale Studiengruppe des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf änderte dies: In der doppelblinden, placebokontrollierten Phase-III-Studie wurden mehr als 1000 Patienten mit mittelschwerer oder schwerer Schuppenflechte beobachtet. Sie erhielten entweder Guselkumab oder Secukinumab: Guselkumab wurde in einer Dosierung von 100 mg in Woche 0 und 4 verabreicht, danach alle acht Wochen. Secukinumab-Patienten erhielten 300 mg in Woche 0, 1, 2, 3 und 4 und anschließend alle vier Wochen.

Das primäre Studienziel war der Anteil der Patienten, die in Woche 48 gegenüber den Ausgangswerten eine mindestens 90-prozentige Reduktion beim Psoriasis Area and Severity Index (PASI 90) erreichten: Den primären Endpunkt PASI 90 erreichten 84 Prozent der Patienten unter Guselkumab und 70 Prozent unter Secukinumab. Zudem gab es weitere, sekundäre Endpunkte: Einer davon war derAnteil der Patienten, die einen PASI 75 sowohl in Woche zwölf als auch in Woche 48 erreichten. Auch hier lag Guselkumab mit 85 Prozent der Patienten knapp vor Secukinumab mit 80 Prozent. Da dieser Unterschied jedoch statistisch nicht signifikant war, wurden von den Forschern keine weiteren formalen statistischen Tests für andere sekundäre Endpunkte unternommen.

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