Plaque Psoriasis

Zulassungsempfehlung für Risankizumab APOTHEKE ADHOC, 07.03.2019 14:46 Uhr

Berlin - Plaque Psoriasis, auch Schuppenflechte genannt, ist nicht heilbar. In Deutschland leben etwa 2,5 Prozent der Bevölkerung (entsprechend 1,5 Millionen Menschen) mit der chronisch-entzündlichen Hauterkrankung. Zur Behandlung stehen sowohl topische als auch systemische Arzneimittel zur Verfügung. Mit Risankizumab könnte eine neue Therapieoption hinzukommen. Aktuelle im Fachmagazin „Lancet“ veröffentlichten Studienergebnisse sind vielversprechend.

Der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) hat AbbVie für Skyrizi (Risankizumab) eine Zulassungsempfehlung zur Behandlung der mittelschweren bis schweren Plaque Psoriasis bei Erwachsenen, die für eine systemische Behandlung in Frage kommen, ausgesprochen.

Skyrizi könnte als Injektionslösung zu 75 mg auf den Markt kommen. Der monoklonale Antikörper bindet selektiv an die p19-Untereinheit des menschlichen Interleukin 23 (IL-23). Das Zytokin ist maßgeblich an Entzündungs- und Immunreaktionen beteiligt. Risankizumab kann die Bindung von IL-23 an den dazugehörigen Rezeptor blockieren und somit die Freisetzung von proinflammatorischen Zytokinen vermindern. Zu den häufig auftretenden unerwünschten Arzneimittelwirkungen zählen Infektionen der oberen Atemwege, die bei 13 Prozent der Patienten dokumentiert wurden.

Im Fachjournal „Lancet“ wurden die Ergebnisse von zwei doppelblinden placebokontrollierten Phase-III-Studien veröffentlicht. UltIMMa-1 (506 Patienten, Februar bis August 2016) und UltIMMa-2 (491 Patienten, März bis August 2016) wurden an 139 Standorten in unter anderem Australien, Österreich, Belgien, Kanada, Deutschland, Japan, Südkorea, Frankreich und Mexiko durchgeführt. Die Probanden waren mindestens 18 Jahre und hatten eine diagnostizierte mittelschwere bis schwere Plaque Psoriasis.

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