Psoriasis vulgaris

Skilarence: Systemisches Dimethylfumarat APOTHEKE ADHOC, 06.10.2017 13:55 Uhr

Berlin - Neue Therapieoption bei Schuppenflechte: Weltweit leiden etwa 125 Millionen Betroffene an der schweren nichtinfektiösen Krankheit. Psorisis ist zwar nicht heilbar, jedoch kann Skilarence (Dimethylfumarat, Almirall) die Symptome lindern und den Krankheitsverlauf eindämmen.

Skilarence wird zur Behandlung der mittelschweren bis schweren Psoriasis vulgaris bei Erwachsenen eingesetzt, die eine systemische Arzneimitteltherapie benötigen. Das Arzneimittel ist in zwei Stärken erhältlich. Zum einen als weiße Tablette zu 30 mg und zum anderen als blaue Tablette zu 120 mg. Bereits im Juni hat die EU-Kommission Almirall die Zulassung erteilt. Das Unternehmen gab bekannt, dass Skliarence für die First-line-Induktionstherapie und zur Erhaltungstherapie geeignet ist.

Zu Therapiebeginn wird für eine bessere Verträglichkeit in der ersten Woche eine Anfangsdosis von 30 mg am Abend empfohlen. In der zweiten Woche wird morgens und abends je eine Tablette zu 30 mg eingenommen, in der folgenden Woche erfolgt die Gabe dreimal täglich. In der vierten Woche wird auf einmal täglich 120 mg am Abend umgestellt. In den anschließenden fünf Wochen findet eine weitere Dosiserhöhung um 120 mg pro Woche durch Einnahme zu unterschiedlichen Tageszeiten statt. Die Tageshöchstdosis beträgt 720 mg auf drei Gaben zu je 240 mg verteilt. Die Tabletten müssen mit Flüssigkeit während oder unmittelbar nach einer Mahlzeit geschluckt werden. Ein Zerbeißen, Zerdrücken oder Zerkleinern ist nicht erlaubt, da sonst der magensaftresistente Überzug zerstört wird.

Dimethylfumarat und seinem Metaboliten Monomethylfumarat werden entzündungshemmende und immunmodulierende Eigenschaften zugesprochen, deren Mechanismus noch nicht vollständig geklärt ist. Vermutet wird vorrangig eine Wechselwirkung mit dem intrazellulär reduzierten Glutathion der Zellen, die direkt mit der Entstehung der Psorisis im Zusammenhang stehen. In der Folge komme es zu einer Translokation in den Nukleolus wie auch der transkriptionellen Aktivität. Die Hauptaktivität des Arzneistoffes sei jedoch auf einen immunmodulatorischen Effekt zurückzuführen. Zum einen werde die Bildung proinflammatorischer Zytokine vermindert und zum anderen würden proapoptotische Ereignisse induziert, die Keratinozytenproliferation gehemmt und das Entzündungsinfiltrat in den psoriatischen Plaques reduzie

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