BAK: Keine neuen Handlungsempfehlungen

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Berlin -

Die Bundesapothekerkammer (BAK) sieht offenbar keinen Bedarf, ihre Handlungsempfehlungen für die Abgabe der Pille danach zu überarbeiten. Alle wesentlichen Antworten auf mögliche Fragen seien in der Meldung des Herstellers Gedeon Richter enthalten.

Der ungarische Hersteller hatte – stellvertretend für alle Anbieter – in Abstimmung mit der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) und dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) über verminderte Plasmaspiegel bei der Anwendung von Levonorgestrel (LNG) und CYP-Induktoren informiert.

Wenn bis zu vier Wochen vor der Anwendung eines LNG-haltigen Notfallkontrazeptivums ein CYP3A4-induzierender Wirkstoff eingenommen wurde, kann dies zur Folge haben, dass das Notfallkontrazeptivum in der üblichen Dosierung von 1x1,5 mg nicht zuverlässig wirkt. In solchen Fällen sollte daher eine Kupferspirale eingelegt werden; der Eingriff ist bis zu fünf Tage nach dem ungeschützten Geschlechtsverkehr möglich. Falls dies nicht möglich ist, sollte die Dosis des Notfallkontrazeptivums verdoppelt werden auf 3 mg LNG.

Auf Nachfrage, wie die neuen Hinweise im BAK-Leitfaden berücksichtigt werden beziehungsweise ob und wann es eine Aktualisierung geben wird und wie sich die Apotheker bis dahin verhalten sollen, antwortete ein ABDA-Sprecher: „Die gestern veröffentlichte AMK-Meldung Nr. 39/16 enthält die wesentlichen Antworten auf Ihre Fragen.“

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