Krimidreh in Apotheke

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Berlin - Ein Geiselnehmer geht mit seinem Opfer in die Offizin, um eine Schusswunde versorgen zu lassen. Zum Glück nichts Ernstes: Inhaber Dr. Peter Aurnhammer hat seine Apotheke für den Dreh bereitgestellt – an zwei Wochenenden verwandelte sich die Apotheke in Ismaning in ein Fernsehstudio. Der Krimi gehört zur ZDF-Reihe „Die Chefin“.

Aurnhammer organisiert beim Bayerischen Apothekerverband (BAV) für die Region München die Pressearbeit. Das ZDF hatte nach einer geeigneten Apotheke gefragt, um Szenen für die Krimifolge „Geiselnahme“ zu drehen. Der Inhaber fand die Idee gut. An vier Tagen im vergangenen Juni wurde das Apothekenteam mit einem 35-köpfigen Drehteam getauscht.

Die Apotheke wurde am Samstag ab 10 Uhr geschlossen. Dann übernahmen Regisseur, Kameramänner und Schauspieler. Die Organisation sei eine Herausforderung gewesen, sagt Aurnhammer. Kunden verwies er in seine nur wenige hundert Meter entfernte Filiale Amalien-Apotheke. Für die Patienten sei dies kein Problem gewesen. Der Dreh habe jedoch für Gesprächsstoff in der 16.000 Einwohner großen Gemeinde bei München gesorgt.

Gedreht wurde laut Aurnhammer eine Szene mit dem Entführer: Der Ganove habe sein Opfer mit einer Schusswaffe verletzt und will es in der Apotheke versorgen lassen. Dann stürme ein SEK-Kommando das Gebäude. Der Inhaber und sein Team waren nicht als Statisten vor der Kamera. „Das ZDF ist hochprofessionell und hatte eigene Schauspieler dabei.“

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