Notdienst

Tupper-Party in der Apotheke Silvia Meixner, 17.11.2018 09:18 Uhr

Berlin - Eine Apothekerin in Norddeutschland bietet neuerdings Tupper-Parties an. Mit Wissen und Segen des Pharmazierates. Was man im Notdienst sonst noch veranstalten kann? Ideen für die Nutzung der nächtlichen Offizin gibt es ausreichend.

Die Immobilie ist da, schade eigentlich, dass so eine Offizin abends geschlossen wird. Das muss doch wirklich nicht sein. Noch jemand ohne Salat-Karussel, Hängelöffel oder Königskuchenbehälter? Die Apothekerin, die gern anonym bleiben möchte, veranstaltet seit einiger Zeit Tupper-Parties. Gern zu Hause, aber weil der nächste Termin auf ihren Nachtdienst fiel, lud sie kurzerhand in die Offizin ein. Wir stellen uns das so vor: Es gibt Prosecco zum Aufwärmen und der Lockerheit (des Haushaltsgeldes) wegen. Hausmänner und -frauen tauschen die besten Tipps der Tupper-Szene aus.

Es klingelt. Mist. Ein Patient braucht dringend eine Salbe. Kann der nicht tagsüber kommen? Jetzt wird die Gastgeberin völlig aus dem Smalltalk herausgerissen. Als sie zu ihren Gästen zurückkehrt, ist sie ein bisschen übellaunig. Schließlich will sie hier nicht nur Freunde bewirten, sondern auch ein bisschen Zusatzgeld verdienen. Als Pharmazeut muss man heutzutage sehen, wo man bleibt. Apothekerpreise gibt es bei Tupperware natürlich nicht, hier ist alles ein Schnäppchen.

Weitere Geschäftsideen gefällig? Voilà. Andere glänzen online, wenn sie im Hochsommer ein Spiegelei auf ihrer Motorhaube braten. So yesterday! Besser laden Sie zum „Labor-Cooking“. Kaum zu glauben, was man mit so einem kleinen Bunsenbrenner alles köcheln kann. Beginnen Sie mit einem Süppchen. Im Fortgeschrittenenkurs können Sie mit Crème brulée glänzen.

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