Hilfe, der Kommissionierer fällt aus!

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Berlin -

Ungewöhnliche Anfrage per Mail: Die Romanautorin Ulrike Sosnitza fragte bei der Würzburger Apothekerin Ann-Katrin Pause an, ob sie ihr den Kosmos Apotheke erklären könne. Sie plante eine Romanheldin, die in der Offizin steht – und wollte vermeiden, Unsinn zu schreiben.

„Ich interessiere mich für Literatur und habe Kontakt mit ihr aufgenommen“, sagt Pause. Und so trafen zwei Welten auf einander: Hier die Autorin, die ihre Heldin zum Leben erwecken wollte – da die Apothekerin, die gern ihre Welt der Pharmazie öffnete. Das Ergebnis, der Roman „Orangenblütenjahr“ (Verlag Heyne, 384 S., 9,99 Euro), ist kürzlich erschienen.

Oft ärgern sich Polizisten und Kommissare über ihre realitätsferne Darstellung in Filmen und Büchern, diesmal wird es hoffentlich keine Beschwerden bezüglich der Authentizität geben. Die Autorin hat alle Empfehlungen aufgenommen und umgesetzt. „Wir haben uns zusammengesetzt und sie hat mich zu allen Tätigkeiten, die der Beruf des Apothekers beinhaltet, befragt“, erzählt Pause, „und wir sind in Kontakt geblieben.“

Bei einem Ortstermin in der Röntgen-Apotheke informierte sich die Autorin über Labor, Abläufe und den Kommissionierer. Der spielt denn auch eine kleine Rolle im Roman: „Nelly, die Heldin des Buches, hat Höhenangst. Als der Kommissionierer ausfällt, hat sie Angst, dass sie in den Automaten steigen muss und ihre neue Kollegen über sie lachen könnten.“

Heldin Nelly hat so schon genügend Probleme. Darum geht es in dem Buch: Nach dem Tod ihres Mannes hält Nelly es im Odenwald nicht mehr aus und nimmt das Angebot ihrer Freundin Mona an. Die hat in München eine Apotheke und bietet ihr an, dort zu arbeiten. Ganz elegant wird in „Orangenblütenjahr“ Werbung für die Flexibilität des Apothekerberufes gemacht – denn nach vielen Jahren zu Hause gelingt der Wiedereinstieg im Alter von 52 Jahren mühelos – ein Vorteil des Pharmazeuten-Berufes.

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