Fiktives aus der Eifel

Apotheker kämpft gegen Werwölfe

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Berlin -

Sie lebt in der Eifel und dort spielen auch ihre fiktiven Geschichten. Die Autorin Tanja Hanika schreibt Schauer-Romane. In ihrem nächsten steht ein Apotheker im Mittelpunkt. Er hat Probleme mit Werwölfen.

Für ihre Recherchen ist sie gerade nach Bad Münstereifel ins Apothekenmuseum gefahren. Die 29-Jährige sagt: „Ich habe vor Ort recherchiert, wie Apotheken damals aussahen, welche Gegenstände Pharmazeuten verwendet haben und welche Medikamente verkauft wurden.“ Gegen das Problem, das die Menschen im fiktiven Eifelort Aremsrath die Haare zu Berge stehen lässt, hilft allerdings kein Kraut.

Das Buch, ein „Werwolf-Schauerkurzroman“, erscheint im November, zum Vollmond am 23. Ehrensache für einen Schauerroman. Vom Inhalt möchte die Autorin nur so viel verraten: „Ich bin gerade in der Korrekturphase. Die Eltern und Geschwister von Apotheker Paul Landenberg wurden von einem Werwolf getötet. Er ist Anfang 20 und zieht weg aus seinem Heimatort, um anderswo eine Apotheke zu eröffnen. Die Gefahr durch die Werwölfe steigt.“

Spannender Stoff für einen packenden Roman, der im Jahr 1873 spielt. Denn plötzlich ist es so, dass jeder im Dorf ein Werwolf sein könnte. Die, die es sind, versuchen es vor den Mitmenschen zu verbergen. Alle fürchten die Vollmond-Nächte, denn jeder ist verdächtig...

Hanika wohnt mit Ehemann und Sohn in Weinsheim im Eifelkreis Bitburg-Prüm. Sie hat an der Universität Trier Germanistik und Philosophie studiert. Für Schauergeschichten interessiert sie sich seit Kindheitstagen. „Als ich mit ungefähr acht Jahren eine Kinderversion von Bram Stokers Dracula in die Hände bekam, entdeckte ich nicht nur meine Liebe zum Lesen, sondern wollte auch solche Geschichten erzählen. Im Genre Horror fühle ich mich wohl und hoffe, dass ich bei meinen Lesern einen ordentlichen Schauder verursachen kann.“ Die ersten Texte schrieb sie auf der Schreibmaschine ihres Großvaters. „Es sind Kurzgeschichten, die ich bis heute gut in einer Schublade versteckt halte“, sagt sie lächelnd.

In den vergangenen Jahren veröffentlichte sie Kurzgeschichten und erste E-Books. Festen Verlag oder Literaturagenten hat sie nicht, sie versucht sich als Self-Publisher und veröffentlicht ihre E-Books bei Amazon. Bisher hat sie sieben Bücher veröffentlicht, leben kann sie vom Schreiben nicht. „Mein Mann hat den Brotberuf“, sagt sie.

Das Buch, das sich am besten verkauft, jagt den Lesern keine Schauer über den Rücken. Es ist ein Arbeitsbuch für angehende Schriftsteller, in dem man lernt, wie man ein Buch aufbaut, schreibt und marketingtechnisch an den Leser bringt. Für ihre Bücher macht sie am liebsten via Instagram und Twitter Werbung. Wenn sie sich nicht gerade um ihren fünfjährigen Sohn, Haushalt oder Garten kümmert, sitzt Hanika am Computer und schreibt. Vor der Haustür die Eifel. „Die Landschaft hier ist bergig und düster, das passt zu zu Schauerromanen.“

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