Apotheker: skrupellos, kriminell, abhängig

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Berlin - Das war gutes Timing: Während die Apotheker versuchen, die Zytostatika-Ausschreibungen der Krankenkassen zu stoppen, sendet das ARD einen Tatort mit einem kriminellen Apotheker, der bei der Herstellung von Sterilrezepturen betrügt – und mordet. Ein Lehrstück über Apotheker in den Medien.

Vorab: Der Tatort war alt, die Ausstrahlung eine Wiederholung. Im April 2014 wurde der Streifen gedreht, zum ersten Mal gesendet wurde er im Herbst desselben Jahres. Weil im Sommer traditionell keine neuen Folgen der beliebten Krimiserie erscheinen, wurde „Mord ist die Beste Medizin“ aus dem Archiv geholt. Trotzdem sahen rund 7,5 Millionen Zuschauer gestern den Münsteraner Tatort.

Weil Drehbuchautoren gern mit Klischees spielen, entsprechen auch Apotheker im Tatort oft den gängigen Vorstellungen über den Berufsstand. Wenn viele Zuschauer gestern ihr Bild bestätigt sahen, sollten sich die Apotheker allerdings Sorgen machen. Ein paar Dinge, die auffielen:

Apotheker müssen alles selbst erledigen
Opfer und Täter sind im Tatort beide Apotheker, genauer gesagt: Klinikapotheker. Zunächst wird dem Pharmazeuten Andreas Hölzenbein im Botanischen Garten mit einer Spritze eine lebensbedrohliche Injektion verabreicht. Er überlebt zunächst, wird dann aber in der Klinik doch noch um die Ecke gebracht – vom Leiter der Klinikapotheke, Apotheker Dr. Knapp (Christian Beermann).

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