Irgun beißt Apothekeneinbrecher | APOTHEKE ADHOC
Kriminalität

Irgun beißt Apothekeneinbrecher

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Berlin -

Irgun heißt der Held des Tages. Der Hamburger Polizeidiensthund nutzte beherzt seine Zähne, um seine menschlichen Kollegen bei der Ergreifung eines mutmaßlichen Apothekeneinbrechers zu unterstützen. Eine Apotheke in Schleswig fahndet dagegen noch nach den Räubern einer fünfstelligen Geldsumme.

Nach Angaben der Polizei riss der 49-jährige Deutsche in der Nacht zum Mittwoch im Stadtteil Horn ein Einlaufgitter aus seiner Verankerung. Damit warf er die Scheibe der Apotheke am Sandkamp ein. Der Einbrecher durchsuchte mehrere Medikamentenschränke und machte sich an der Kasse zu schaffen. Dabei löste er die Alarmanlage aus. Die Polizei war schnell vor Ort und umstellte das Gebäude.

Der Täter versteckte sich in einer Abstellkammer, doch da hatte er die Rechnung ohne den feinen Geruchssinn des sechsjährigen Rüden gemacht. Der ertappte Mann trat nach dem Tier, was Irgun mit einem beherzten Biss ins Bein quittierte. Der Einbrecher wurde vorläufig festgenommen, seine Bisswunde ambulant in einem Krankenhaus versorgt. Die Polizei prüft, ob er schon zuvor in die Apotheke eindringen wollte. Mittlerweile wurde er dem Haftrichter vorgeführt.

Irgun hatte nicht zum ersten Mal den richtigen Riecher unter Beweis gestellt. Vor zwei Jahren half der bei den Hamburger Ordnungshütern als Zivilfahnder geführte Schäferhund mit Einsatz seiner Zähne, einen Einbrecher in einer Arztpraxis zu stellen. Damals wurde Irgun mit einer extra Streicheleinheit verwöhnt.

Noch flüchtig sind dagegen die Täter, die in der Nacht zum Dienstag die Bahnhof-Apotheke in Schleswig-Friedrichsberg heimsuchten. „Sie müssen zwischen 2 und 3 Uhr morgens gekommen sein“, berichtet Inhaber Lars Schröder. „Eine Nachbarin hat wohl etwas gehört, aber nicht die Polizei verständigt. Ich hab erst am nächsten Morgen gemerkt, was passiert war. Die Scheibe war eingeschlagen, der Tresor stand offen.“

In den letzten acht Jahren sei seine Apotheke viermal Zielscheibe von Kriminellen geworden. „Meist sind die Täter gescheitert, einmal haben sie die Kassenlade mit den Einnahmen gestohlen“, berichtet Schröder. Doch diesmal erbeuteten die Unbekannten gleich 30.000 Euro. „Einer kleinen Landapotheke wie unserer tut so ein fünfstelliger Betrag sehr weh. Das war ein kleiner Schlag in die Magengrube.“ Vom Restbetrag fehlt jede Spur.

Der Apotheker hat 1000 Euro für Informationen ausgesetzt, die zur Ermittlung der Räuber führen. Die Kriminalpolizei fragt nun anderem nach Personen, die nach der Tat über ungewöhnlich hohe Barmittel verfügen. Alle Hinweise werden unter Tel. 04621 84402 entgegengenommen.

Gleich eine Serie hält die Bevölkerung im nordrhein-westfälischen Verl in Atem. In der Nacht zum Mittwoch wurde unter anderem in eine Firma, einen Reifenhandel und einen Blumenladen eingebrochen. Auch die Bären-Apotheke wurde beraubt. Nach Polizeiangaben stiegen die Einbrecher durch ein aufgehebeltes Fenster ein und machten sich mit einer geringen, nicht näher bezifferten Menge Bargeld aus dem Staub.

Schon in der Nacht zum Montag traf es die Stadt-Apotheke im hessischen Wetter. Der oder die Täter brachen durch den Eingangsbereich ein und stahlen das Bargeld aus der Kasse.

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