Sonnenschutz

Nach Brand: Engpass bei Ladival APOTHEKE ADHOC, 16.04.2018 15:28 Uhr

Berlin - Sonne, aber kein Schutz: Zwar fällt der Montag noch ins Wasser, aber in den kommenden Tagen werden blauer Himmel und Temperaturen bis zu 30 Grad erwartet. In den Apotheken ist Sonnenschutzzeit, die Nachfrage steigt. Doch nicht jeder Hersteller ist mit seinem Portfolio rechtzeitig zum Frühsommer in vollem Umfang vertreten. Stada hängt mit der Auslieferung von Ladival hinterher.

Stada zählt zu den führenden Sonnenschutzherstellern. Seit mehr als 30 Jahren ist Ladival am Markt. Ein Facelift für die aktuelle Sonnensaison soll die Marke verjüngen, denn das Sortiment war über die Jahre unübersichtlich geworden und der Marktanteil rückläufig. Knapp 86 Millionen Euro wurden 2016 laut QuintilesIMS mit Sonnenpflegeprodukten in den Apotheken umgesetzt (Apothekenverkaufspreise, AVP). Ladival verlor 7,4 Prozent an Umsatz; mit rund 32 Prozent ist der Abstand zur Nummer 2 aber nach wie vor gewaltig.

Der Start in die laufende Saison vollzieht sich etwas holperig. Den Apotheken fehlt es an Ware. Im neuen Aufsteller und in den Regalen klaffen Lücken, denn nicht das komplette Ladival-Sortiment wurde in vollem Umfang ausgeliefert. Zum Teil erreichen die Apotheken nur einzelne Packungen.

Ursache sei ein Brand im vergangenen Jahr. In Finnland war ein Werk abgebrannt, das einen wichtigen Wirkstoff für einzelne Ladival-Produkte liefert, erklärte ein Konzernsprecher. Dies habe zu Produktionsproblemen geführt, die erhebliche Verzögerungen in der Auslieferung nach sich ziehen. Um welche Fabrik es sich handelt, wollte er nicht kommentieren. Im Februar 2017 hatte ein Brand in der finnischen Stadt Pori das Titandioxid-Werk von Huntsman Corporation lahm gelegt. Die Pigmente wurden knapp, vor allem Hersteller von Druckfarben hatten Probleme. Denn aus Finnland stammen 15 Prozent der weltweiten Titandioxid-Produktion.

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